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ZFC vermasselt Saisonstart

ZFC vermasselt Saisonstart

Ihre Heimpremiere zur siebenten Regionalligasaison haben die Fußballer des ZFC Meuselwitz am Sonntag ordentlich vergeigt.Dabei hatten sich die Hausherren so viel vorgenommen und auch eine gute Vorbereitungsphase hingelegt.

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Der Neugersdorfer Jan Penc (l.) und ZFC-Spieler Dawid Krieger wollen das Streitobjekt.

Quelle: Mario Jahn

Meuselwitz. Meuselwitz. Ihre Heimpremiere zur siebenten Regionalligasaison haben die Fußballer des ZFC Meuselwitz am Sonntag ordentlich vergeigt. Gegen den Aufsteiger FC Oberlausitz Neugersdorf verlor die Mannschaft von Trainer Heiko Weber vor 878 Zuschauern vor allem wegen einer völlig desolaten zweiten Halbzeit mit 0:2.

 

Dabei hatten sich die Hausherren so viel vorgenommen und auch eine gute Vorbereitungsphase hingelegt. Kein Testspiel ging verloren. Entsprechend motiviert agierte zu Beginn die auf zahlreichen Positionen umgestellte und mit neuen Gesichtern auflaufende Mannschaft. Schon in der zweiten Minute forderten die Zuschauer von Schiedsrichterin Sandra Blumenthal aus Pritzwalk einen Foulstrafstoß, als Dawid Krieger im Strafraum der Oberlausitzer umgerissen wurde. Aber der Pfiff blieb aus. Doch die Hausherren drückten weiter. Jacub Vojta, Sebastian Albert, Dawid Krieger und auch Sebastian Albert hatten gute Gelegenheiten gegen den FCO-Keeper Franco Flückiger. Es dauerte bis zur 21. Minute, ehe sich der erfahrene Aufsteiger seiner eigenen Qualitäten besann. Nicht umsonst hatte Heiko Weber die Neugersdorfer als "keinen normalen Aufsteiger", bezeichnet. Unaufgeregt zog die mit erfahrenen Tschechen gespickte Elf immer mehr ihr eigenes Spiel auf. Aber noch hielt der ZFC ordentlich dagegen und setzte seinerseits Akzente. Und besaß Großchancen, beispielsweise in der 38. Minute, als ein Schuss von David Urban an die Querlatte krachte und der Nachschuss von Frank Müller knapp über das Tor strich.

 

Neugersdorfs Trainer Vargel da Silva stellte sein Team zu Beginn der zweiten Halbzeit um und brachte mit Ozan Pekdemir sowie Jan Nezmar zwei neue Offensivkräfte. Und die kurbelten das eigene Spiel merklich an. Sehr zum Unmut der Meuselwitzer Fans. Denn deren Team verlor immer mehr den spielerischen Faden und fiel in alte Muster zurück: Bälle wurden teilweise planlos nach vorne gedroschen, und es wurde nur quer gepasst, statt den direkten Weg zum Tor zu suchen.

 

Und so etwas rächt sich: In der 53. Minute machte sich der eingewechselte Ozan Pekdemir gen Tor von Andreas Naumann auf und wurde von der wohl auf Abseits spekulierenden ZFC-Defensive nicht ernsthaft gestört. Auch Keeper Teichmann ging deshalb nur halbherzig gegen den Angriff vor. Der kleine Oberlausitzer hatte kein Problem, derart unbedrängt das Leder zur Neugersdorfer Führung einzuschieben. 0:1 im eigenen Stadion. Geht es so weiter, wie die letzte Saison für den ZFC endete?

 

Viel besser wurde es nicht. Und die weiter früh störenden Oberlausitzer, die jetzt ganz abgezockt ihre Partie herunterspielten, legten sogar noch einen Treffer drauf. In der 88. Minute knipste Lubos Locka mit dem 0:2 per Foulelfmeter endgültig die letzten Lichter beim ZFC aus. Natürlich jubelte der Oberlausitzer Anhang ausgelassen über den ersten Regionalliga-Auswärtssieg in der Vereinsgeschichte. Der ZFC hingegen stand recht bedröppelt da.

 

"Wir haben heute zwei unterschiedliche Fußballspiele erlebt. In der ersten Halbzeit hätten wir auch mit zwei oder drei Toren zurückliegen können. In der zweiten Halbzeit haben wir nach einer internen Umstellung das Spiel in den Griff bekommen", so Vargel da Silva zufrieden. ZFC-Trainer Heiko Weber hingegen war ordentlich bedient: "Klar ärgert mich so eine 0:2-Niederlage daheim gleich zum Auftakt. Vor allem die zweite Hälfte, in der wir durch eine Verkettung von mehreren kapitalen Fehlern in Rückstand gerieten. Den gegen eine so abgezockte Truppe wie die Oberlausitzer aufzuholen, ist sehr schwer."

 

ZFC: Naumann, Lubsch (73. Weiske), Urban, Müller, Vojta, le Beau, Starke (59. Rudolph), Haider Al Azawwe Kamm, Albert (66. Trübenbach), Krieger, Boltze.

Jörg Wolf

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