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Altenburg Zahl der Waffen im Kreis sinkt
Region Altenburg Zahl der Waffen im Kreis sinkt
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00:33 30.07.2015
Auch Revolver liegen im Altenburger Land in diversen Waffenschränken. Quelle: dpa
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Wie das Landratsamt als Genehmigungsbehörde auf OVZ-Anfrage mitteilt, sei aber in den letzten Jahren ein Rückgang des Waffenbestandes im Landkreis Altenburger Land zu verzeichnen. Damit bewegt sich der hiesige Kreis gegen den Landestrend. Im gesamten Freistaat stieg die Zahl der erlaubnispflichtigen Schusswaffen im letzten Jahr leicht um 17 auf insgesamt 126 403 Stück an.

Davon sind 3666 im Altenburger Land registriert. Dabei handelt es sich sowohl um Langwaffen wie Flinten, Büchsen und kombinierte Gewehre als auch um Kurzwaffen wie Revolver und Pistolen. Eine Erlaubnis, solche Waffen zu besitzen, haben im Landkreis aber nur 678 Personen. In aller Regel sind das Leute, die die Waffen für ihr Hobby benötigen. Der Großteil der Berechtigten sind Sportschützen (422), gefolgt von Jägern (185). Thüringenweit gibt es derzeit 28 416 registrierte Waffenbesitzer, das sind etwa 1230 weniger als vor Jahresfrist.

Im Altenburger Land hat die Waffenbehörde im vergangenen Jahr 40 neue Waffenbesitzkarten ausgestellt, aber auch einen Antrag abgelehnt. Die genauen Gründe teilte das Landratsamt jedoch mit Verweis auf den Datenschutz nicht mit.

Waffenbesitzkarten berechtigen die Inhaber aber nicht zum Benutzen ihrer Waffen. Dafür ist zusätzlich ein Waffenschein erforderlich. "Waffenscheine wurden 2014 nicht erteilt", informierte Tom Kleinfeld, Pressesprecher im Landratsamt. 2014 seien allerdings sieben sogenannte kleine Waffenscheine erteilt worden. Diese erlauben das Mitführen von Schreckschusswaffen, was ansonsten auch untersagt ist.

"Der Besitz und Umgang mit Waffen bedeutet eine hohe Verantwortung. Nur die Personen, die für den Besitz geeignet sind, dürfen die Erlaubnis erhalten. Wichtigste Aufgabe der Waffenbehörden ist es also, mit Blick auf die Sicherheit der Bürger die Eignung immer wieder zu überprüfen. Deswegen werden die Waffenbesitzer im Freistaat auch regelmäßig kontrolliert", so Thüringens Innenminister Holger Poppenhäger (SPD). Neben der Regelüberprüfung der Zuverlässigkeit, der sich jeder Waffenbesitzer alle drei Jahre unterziehen muss, werden anlassbezogene Kontrollen und unangekündigte Überprüfungen vorgenommen.

Laut Landratsamt fanden im Altenburger Land im vergangenen Jahr insgesamt drei Kontrolltage zu je zwölf Stunden statt. Dabei wurde vor allem auf die ordnungsgemäße Aufbewahrung geachtet. Denn Waffen müssen ungeladen und getrennt von Munition in einem entsprechenden Sicherheitsbehältnis aufbewahrt werden. "Bei den Kontrollen wurde nur ein Verstoß gegen die waffenrechtlichen Aufbewahrungsvorschriften festgestellt", teilte Kleinfeld mit. Dies zeige, dass die Waffenbesitzer sich über mögliche Konsequenzen bewusst seien.

Im Zuge der turnusmäßigen Voraussetzungsprüfung seien im Kalenderjahr 2014 elf Verfahren zum Widerruf einer waffenrechtlichen Erlaubnis eingeleitet worden. "Eine Waffenbesitzkarte musste danach entzogen werden. Aber auch in diesem Fall können wir aus datenschutzrechtlichen Gründen keine genaueren Angaben machen", so der Pressesprecher des Landratsamtes weiter. Im Allgemeine würden Widerrufsverfahren eingeleitet, wenn beispielsweise der Waffenbesitzer kein Bedürfnis mehr nachweisen könne oder unzuverlässig geworden sei.

Jörg Reuter

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