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Altenburg Zahlreiche Menschen gedenken den Pogromen in Altenburg
Region Altenburg Zahlreiche Menschen gedenken den Pogromen in Altenburg
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17:29 09.11.2018
Eine Rose für die Opfer: Auch Schauspieler von Theater&Philharmonie Thüringen waren in die Gedenkveranstaltung eingebunden, verliehen den Opfern und auch Tätern bei einem Rundgang Stimmen und legten – wie hier Alexandra Sagurna – an den innerstädtischen Stolpersteinen Blumen nieder. Quelle: Foto: Mario Jahn
Altenburg

Nein, so Altenburgs Oberbürgermeister André Neumann (CDU) anlässlich des Pogromgedenkens, ein Muss sei die Erinnerung an die Gräueltaten im Dritten Reich nicht.

„Aber ich sage: Man kann und man sollte daran erinnern“, wurde das Stadtoberhaupt am Standort des ehemaligen jüdischen Betsaals in der Pauritzer Straße deutlich. Das sei schon anlässlich so mancher derzeitiger Entwicklung, die Ausgrenzung und teils gar Übergriffe wieder salonfähig mache, dringend geboten. „Dies ist eine Stunde des Nicht-Vergessens“, mahnte er.

Rezitieren um zu erinnern

Bereits zuvor hatte ein Gedenkmarsch, ausgestaltet von Hobby-Historiker Christian Repkewitz und Schauspielern des Theaters, die gut hundert Teilnehmer an wichtige Stätten jüdischen Lebens in der Skatstadt geführt. Auf dem Kornmarkt, in der Sporenstraße sowie am Kirchberg wurden Erinnerungen, Protokollnotizen und Aktenvermerke aus dem Umfeld der Reichspogromnacht im November 1938 rezitiert, die das ganze Ausmaß des mit kalter Effizienz durchgeführten Grauens ersichtlich machten.

Melzer: Erinnerungskultur muss wach gehalten werden

Darauf, dass Antisemitismus auch heute noch in Deutschland präsent sei, wies in seinem Redebeitrag auch Landrat Uwe Melzer (CDU) hin. „Der Nährboden dafür ist weiter da, gerade in Thüringen sind antisemitische Einstellungen nicht selten“, wusste er zu berichten. Gerade angesichts dessen gelte es, sich nicht schweigend wegzuducken, sondern die Erinnerungskultur offensiv voranzutreiben.

Nötig sei dafür, so im Anschluss Superintendentin Kristin Jahn, das Gespräch, auch und gerade mit jenen, die anderer Meinung sind. Nur so könne Verständnis aufgebaut und radikalen Strömungen Einhalt geboten werden.

Von Bastian Fischer

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