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Zehn tolle und weniger tolle Jahre

Zehn tolle und weniger tolle Jahre

Es sind keine fotografischen Meisterwerke, die derzeit in der Altenburger Rathaus-Galerie zu sehen sind. Das Meiste sind vielmehr Schnappschüsse für den Hausgebrauch, fürs Familienalbum - mit viel Mühe und Aufwand trotzdem zu einer sehenswerten Exposition zusammengestellt.

Altenburg.

Denn die Fotos, ergänzt durch Zeitungsausschnitte und andere Dokumente, sollen vor allem eines: den Altenburger Prinzenraub-Verein anlässlich seines zehnjährigen Bestehens würdigen.

 

Die Chefin des städtischen Kulturmanagements, Susanne Stützner, hat dafür in so mancher Kiste gekramt, viele Mitspieler angesprochen, um nach Dokumenten zu suchen. Sie sind gemeinsam fündig geworden, wie man derzeit in der zweiten Etage des Altenburger Rathauses an den Wänden zwischen den Bürotüren sehen kann. Da werden vor allem die sieben Jahre von 2005 bis 2011, in denen im Schlosshof die Prinzenraub-Festspiele über die Bühne gingen, aus der Sicht derer dokumentiert, die hinter oder vor den Kulissen für den grandiosen Erfolg sorgten.

 

Doch den Förderverein gibt es schon länger. Er wurde bereits 2003 mit Blick auf das bevorstehende kulturelle Großereignis mit einem Ziel gegründet: Die Altenburger Prinzenraub-Festspiele zu unterstützen und zu befördern. So wurde damals kräftig die Werbetrommel für die Uraufführung 2005 gerührt, wurden Anstecker und Aufkleber gefertigt und überall nach potenziellen Mitspielern und Mitmachern Ausschau gehalten.

 

Deren Förderung auch in der Zeit zwischen den Festspielen hatte sich der Verein unter dem Vorsitz von Birgit Klaubert auf die Fahnen geschrieben. "Es ist dabei etwas ganz Besonderes entstanden, ein großer Zusammenhalt, die Prinzenraub-Familie", erinnert sich die Linken-Politikerin immer wieder gern. "Ein wunderbares Gemeinschaftsgefühl, das auch die Profis erreichte und einschloss", so Schauspielerin Karin Kundt-Petters, die viele Jahre die Kurfürstin Margarethe gab. Größtes, weil öffentlichkeitswirksamstes Projekt des Fördervereins dürfte der Prinzenraub-Preis gewesen sein, der seit 2006 an Leute vergeben wird, die die Festspiele auf besondere Weise unterstützten.

 

Den bislang letzten erhielt im vergangenen Jahr der Verein selbst, freilich mindestens ein Jahr zu spät. Denn die Mehrzahl der Mitspieler, größtenteils auch Vereinsmitglieder, waren gerade mächtig sauer. Hatten doch Oberbürgermeister und Stadtrat kurz zuvor die Aussetzung der Festspiele bis 2015 verlängert. Aus Protest blieben zur Preisverleihung viele Plätze leer.

 

Inzwischen hat sich der Prinzenraub-Förderverein ohnehin komplett neu aufgestellt. Im Januar wurde ein neuer Vorstand gewählt, dem jetzt die ehemalige Mitspieler-Betreuerin Eva-Maria Opitz vorsteht, die nun vor ganz anderen Aufgaben steht. Von den einst rund 250 Mitgliedern halten derzeit noch gut 100 trotz festivalloser Zeit zur Stange. Sie haben derzeit in der eigens gegründeten Mitspieler-Akademie zwei größere Projekte am Laufen: "Prinzenraub on Tour" und "Kaufungens Fehde - der Prinzenraub von Altenburg".

 

"Wir sind mit dem ersten Stück seit 2012 im wahrsten Sinn des Wortes auf Tour und weiterhin sehr gut gebucht, haben rund vier bis fünf Auftritte im Monat", sagt Eva-Maria Opitz nicht ohne Stolz. Die Vorsitzende hofft, dass dem neuen Stück ebensolcher Erfolg beschieden ist. Die 35 Darsteller, ausschließlich Laien und größtenteils mit Festspiel-Erfahrung, freuen sich jedenfalls nach den wochenlangen Proben riesig auf die Premiere.

 

© Kommentar Seite 13

 

iDas neue Stück "Kaufungens Fehde" ist am Sonntag, dem 11. August, um 12 Uhr vor Beginn des Kinderfestes am Teehaus erstmals zu sehen.

Ellen Paul

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