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Altenburg Zeitungsboten begrüßen Besucher zur OVZ-Pressenacht
Region Altenburg Zeitungsboten begrüßen Besucher zur OVZ-Pressenacht
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08:00 17.03.2018
Tina Gregoreck und Sandy Pfefferkorn (v.l.) schlüpfen in die Rolle historischer Zeitungsboten. Quelle: Mario Jahn
Altenburg

Modenschauen, Verkostungen, Live-Musik: Wenn kommenden Freitag um 18 Uhr die nunmehr 18. Altenburger Frühlingsnacht eingeläutet wird, wartet zwischen Korn-, Topf- und Hauptmarkt ein abwechslungsreiches Programm auf die Besucher. Auch die OVZ will da natürlich nicht zurückstecken und lädt zur ersten Pressenacht in die Redaktionsräume in der Baderei.

Fündig im Theater-Fundus

Dafür, dass interessierte Gäste den Weg zum und ins Gebäude finden, sind am Freitagabend Christina Gregoreck und Sandy Pfefferkorn zuständig. Sie schlüpfen für einen Abend in die Rolle von Zeitungsjungen der 1920er-Jahre und heißen die Besucher so stilecht willkommen. Verantwortlich für die passende Kostümierung zeichnet Cornelia Möckel, Kostümchefin am Altenburger Landestheater. Sie hat eifrig den Fundus des Hauses durchstöbert, um die passenden Kleidungsstücke herauszusuchen.

„Das generelle Outfit war dabei gar nicht die größte Herausforderung – zu der Zeit trug die arbeitende Bevölkerung schließlich oft schlicht ein weißes Hemd und eine schwarze Weste darüber.“ Komplizierter sei gewesen, auch passende Kleidungsstücke zu finden. „Wir arbeiten hier nämlich nicht nach Konfektion, sondern nach Maß“, betont Möckel. Die Schere musste zum Glück nicht angesetzt werden, stattdessen können sich die beiden Damen über akkurate Zeitungsjungen-Bekleidung freuen.

Nächtliche Tour

Eine Rolle, in der sich insbesondere Christina Gregoreck schnell zurecht finden wird. Seit inzwischen 13 Jahren ist die 47-Jährige als Landzustellerin im Niederhainer Raum unterwegs, um Zeitungen und inzwischen auch Post an den Empfänger zu bringen. Die Einsatzzeiten sind dabei alles andere als gewöhnlich: „Ich bin Selbstabholer, stehe gegen 1 Uhr in der Nacht auf und fahre zum Depot. Dort belade ich mein Auto und bin ab etwa 3.30 Uhr unterwegs“, beschreibt Gregoreck ihren Tagesablauf. Knappe dreieinhalb Stunden ist sie dann auf Achse, legt pro Tour etwa 90 Kilometer zurück, um bis zu 300 Zeitungen auszuliefern.

Traumberuf statt Knochenjob

Ein Knochenjob, mag man denken, doch Christina Gregoreck könnte sich nichts schöneres vorstellen. „Zwar beginnt mein Tag sehr früh, dafür hatte ich gerade, als sie noch kleiner waren, aber mehr Zeit für meine Kinder“, berichtet sie. Und nicht zuletzt seien es auch die täglichen Begegnungen mit den Kunden, die ihren Job ausmachten. „Nach so vielen Jahren kennt man sich, mit dem ein oder anderen, der bereits früh auf den Beinen ist, wechselt man schon mal ein nettes Wort“, spricht sie aus Erfahrung.

Unterstützung mit Erfahrung

Unterstützt wird Christina Gregoreck am Freitagabend von ihrer langjährigen Freundin Sandy Pfefferkorn. „Sie hat mich gefragt, ob ich Lust hätte, mit ihr bei der Pressenacht dabei zu sein – und ich habe sofort zugesagt“, schmunzelt die 40-Jährige, die hauptberuflich als Verkäuferin arbeitet und sich schon auf ihre Aufgabe freut. „Ich habe insgesamt 14 Jahre in der Hotelanimation gearbeitet, da liegt mir so eine Veranstaltung“, gibt sie sich zuversichtlich.

Buntes Angebot

Viel Spaß und Spannung erwartet die Besucher dann auch nach der historischen Begrüßung von 18 bis 22 Uhr. Wer möchte, kann sich in der OVZ-Redaktion von einem Schnellzeichner auf einer eigenen Titelseite verewigen lassen und das Ergebnis gleich mit nach Hause nehmen. Für den nächsten Brief an die Verwandtschaft bietet die LVZ-Post personalisierte Briefmarken an. Und in den Büros können die Besucher den Redakteuren über die Schulter schauen, sich erläutern lassen, wie eine Nachricht ihren Weg ins Blatt findet und wie eine Ausgabe eigentlich genau entsteht. Und selbstverständlich wird auch ein Gewinnspiel angeboten, bei dem tolle Preise winken.

Von Bastian Fischer

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