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Zeitzer Angler erhalten Zuschlag am Hainbergsee

Meuselwitzer Gebot abgelehnt Zeitzer Angler erhalten Zuschlag am Hainbergsee

Wie geht es weiter am Hainbergsee? Diese Frage treibt derzeit nicht wenige Meuselwitzer um – und wird auch jenseits der Landesgrenze in Sachsen-Anhalt eifrig diskutiert. Hintergrund ist der nun abgeschlossene Verkauf eines Flurstücks auf sachsen-anhaltischer Gemarkung, um das sich auch die Stadt Meuselwitz gemeinsam mit der Nabu-Stiftung beworben hatte.

Idyllisch liegt der Hainbergsee in der Morgensonne. Doch an seinen Ufern tut sich was.

Quelle: Archiv

Meuselwitz/Zeitz. Wie geht es weiter am Hainbergsee? Diese Frage treibt derzeit nicht wenige Meuselwitzer um – und wird auch jenseits der Landesgrenze in Sachsen-Anhalt eifrig diskutiert.

Hintergrund ist der nun abgeschlossene Verkauf eines Flurstücks auf sachsen-anhaltischer Gemarkung, um das sich auch die Stadt Meuselwitz gemeinsam mit der Nabu-Stiftung im Rahmen eines Bieterverfahrens bei der Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft (BVVG) beworben hatte (die OVZ berichtete). Inzwischen steht fest, dass die Schnauderstadt nicht zum Zuge kommt. Stattdessen hat der Zeitzer Angelfischereiverein, der das Gelände bereits als Pächter bewirtschaftet, den Zuschlag erhalten.

Auch wenn das eigene Gebot nicht berücksichtigt wurde, hält sich die Enttäuschung über den Ausgang des Verfahrens beim Nabu in Grenzen. „Wir können mit der Entscheidung leben“, lässt Landesvorstand Mike Jessat wissen. „Wichtig war vor allem, dass dort kein Privatinvestor Zäune ziehen kann.“ Der vom Nabu auf dem Gelände angestrebte Biotop-Charakter, ist sich Jessat sicher, bleibe auch unter den Zeitzer Anglern erhalten. „Da es sich nicht um einen Badebereich handelt, bleibt das Biotop gewahrt.“

Tiefer sind die Sorgenfalten dagegen bei den Mitgliedern des Hainbergsee-Fördervereins, die vor allem die weitere Nutzbarkeit des Rundwegs um das Gewässer im Blick haben. „Der Weg hat oberste Priorität“, betont Fördervereins-Vorstand Lutz Hempel. Das Betreten durch die Öffentlichkeit sei zwar durch das entsprechende Waldgesetz gesichert, führt er aus. Allerdings müsse nun geklärt werden, wer sich um Unterhaltung und Verkehrssicherung des Wegs kümmere. Hierzu wolle man nun Gespräche mit den Zeitzern führen und hoffe auch auf Unterstützung der Stadt.

Die Tür hierfür sei offen, versichert auf Anfrage auch Karl-Ulrich Axthelm, Vorsitzender des Angelfischereivereins. Zwar könne man als Eigentümer des Geländes prinzipiell verfahren, wie man möchte, wolle jedoch nach wie vor den Kompromiss suchen. „Allerdings muss sich dafür Meuselwitz bewegen“, unterstreicht er. Das gelte insbesondere für die Kollegen vom dortigen Angelverein, die auf Thüringer Seite ihre Ruten auswerfen. Mit diesen Anglern wolle man eine verträgliche Lösung zur gemeinsamen Nutzung des Gewässers finden, betont Axthelm. Zwar bestünde auch die Möglichkeit, eine entsprechende Fischereigenossenschaft zu gründen – was indes mit sehr großem Aufwand verbunden sei. „Bisher konnte auch in anderen Fällen hier immer ein Kompromiss gefunden werden, ohne eine Genossenschaft managen zu müssen.“

Zu reden sein wird mittelfristig wohl auch noch über ein weiteres kleines Flurstück auf sachsen-anhaltischer Gemarkung. Um das Gelände, dass laut Axthelm eigentlich noch der Stadt Meuselwitz gehört, wolle man sich erneut bewerben, wahlweise pachten oder auch kaufen. Im Gegenzug, so Axthelm, wolle man wie bisher die Ufernutzung auf dem Teilstück, etwa für den Förderverein, weiter ermöglichen.

Von Bastian Fischer

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