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Altenburg Zerbeultes Auto ist seit Wochen in Posa Ortsgespräch
Region Altenburg Zerbeultes Auto ist seit Wochen in Posa Ortsgespräch
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19:00 23.02.2017
Ein herrenloser Unfallwagen vor dem Ortseingang Posa wirft seit Wochen viele Fragen auf. Quelle: privat
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Posa

Es ist eine seltsame Szenerie, die sich seit Längerem am Rande von Posa in der Verwaltungsgemeinschaft Altenburger Land bietet. Ein Auto steht dort am Straßenrand, ziemlich zertrümmert, ziemlich verwaist, offenbar herrenlos. Viele Vorbeifahrende wundern sich darüber – auch Birgit Auer: „Ich fahre regelmäßig durch Posa“, sagte die OVZ-Leserin. „Seit Wochen steht am Ortseingang aus Richtung Starkenberg kommend dieser Unfall-Pkw.“ Der stellt aus ihrer Sicht gerade bei Dunkelheit eine nicht unerhebliche Unfallgefahr dar. So mancher fragt sich, wann das Fahrzeug endlich abgeschleppt wird.

Es ist ein durchaus verworrener Fall, wie bei Recherchen deutlich wird. Fest steht bisher nur, dass das Fahrzeug am 4. Januar kurz hinter der Ortsausfahrt Posa zunächst nach rechts von der Straße abkam, in die Leitplanke krachte und von dort zurück auf die linke Fahrbahnseite geschleudert wurde. Als die Polizei eintraf, fehlte vom Fahrer jede Spur. Wann abgeschleppt werden kann und wer letztlich dafür zuständig ist – darüber gehen die Meinungen bei den Beteiligten jedoch auseinander.

Auch Starkenbergs stellvertretendem Bürgermeister Werner Kröber, zu dessen Gemeinde Posa zählt, ist das Crash-Fahrzeug ein Dorn im Auge. Laut seinen Informationen sei der Eigentümer zwar informiert, das Auto aber bisher noch nicht abgeholt worden. Für ein eventuelles Abschleppen sei indes nicht die Gemeinde zuständig, sondern das Straßenbauamt Ostthüringen – schließlich stehe der Wagen an einer Landesstraße.

Das sei prinzipiell richtig, gibt Steffen Otto, zuständiger Gebietsingenieur der Behörde, auf OVZ-Nachfrage zu. Allerdings, schränkt er ein, müsse für einen solchen Schritt zunächst ein Halter ermittelt werden. „Sonst muss die Allgemeinheit für die Kosten aufkommen.“ Der sei aber, entgegen der Informationen von Kröber, bisher nicht ausfindig zu machen, die polizeilichen Ermittlungen dauerten an.

Dass dem wirklich so ist, bestätigt Katja Ridder, stellvertretende Sprecherin der Landespolizeiinspektion Gera. „Wir ermitteln noch wegen Unfallflucht.“ Daher könne auch die Polizei den Wagen nicht entfernen. Zum einen fielen sonst Kosten an, zum anderen sei auch nicht auszuschließen, dass die Spurensicherung nochmals vor Ort tätig werden müsse.

Ähnliches ist auch aus dem Schmöllner Polizeirevier zu hören, dessen Beamte sich zu Jahresbeginn mit dem Unfall befassten. Die Ermittlungen zum Halter seien vor allem deshalb schwierig, da der Wagen wohl mehrfach veräußert wurde, die Besitzverhältnisse entsprechend unklar seien, heißt es. Für das eigentliche Abschleppen, sei letztlich dann aber die Gemeinde zuständig – schließlich befinde sich der Wagen nicht im öffentlichen Verkehrsraum.

Loswerden – das ist am vorläufigen Ende der Recherche klar – dürfte das Örtchen Posa den seltsamen Unfallwagen also so schnell wohl nicht. Im Dorf wird nun gehofft, dass der Halter zügig ermittelt wird – oder sich vielleicht doch noch selbst zu erkennen gibt.

Von Bastian Fischer

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