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Zerfetzte Grabungszelte in der Altenburger Teichstraße verschwinden

Neuer Parkplatz geplant Zerfetzte Grabungszelte in der Altenburger Teichstraße verschwinden

Die archäologische Grabungsstätte in der Teichstraße 16 wird verfüllt, die verschlissenen Zelte kommen weg. An dieser Stelle soll ein Parkplatz errichtet werden. Die Kosten betragen 130 000 Euro und sind im Haushalt verankert, den der Stadtrat am Donnerstag verabschiedete. Mit den Grabungen an der Stelle eines alten Klosters war 2003 begonnen worden.

Die zerfetzten Grabungszelte in der Teichstraße sollen bald verschwinden. An dieser Stelle entstehen Parkplätze.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Einst war sie die Vorzeigestandort für archäologische Ausgrabungen in Altenburg: die Teichstraße Nummer 16, dort wo sich im Mittelalter das Kloster Maria Magdalena befand. Jetzt macht das Gelände einen erbärmlichen Eindruck, was OVZ-Leser bereits veranlasste, deswegen in der Redaktion anzurufen. Das Areal wurde als schlecht hinterlassener Arbeitsplatz bezeichnet, die Zelte seien zerfetzt, es sei vor allem für die Touristen kein schöner Anblick.

Dieser Zustand wird bald ein Ende haben. Noch im Juni wird die Grabungsstätte zurückgebaut und beräumt, erklärte Stadtsprecher Christian Bettels der OVZ. Anschließend sei geplant, dort Parkplätze zu errichten, nachdem die Fundstelle mit Erdreich abgedeckt wurde. Ob sich dies nahtlos an die Beräumung anschließt, stehe im Moment noch nicht fest, sagte Bettels. Der Bedarf für Stellflächen sei allerdings vorhanden, auch wegen des Kinos, das sich unweit befindet.

Mit dem Haushaltsbeschluss am Donnerstag machte der Stadtrat den Weg für den Grabungsabbruch und die neuen Parkplätze frei. Die Kosten betragen 130 000 Euro. Wäre es nach der Fraktion Grüne/Stadtforum gegangen, entstünde dort zunächst eine Gründfläche, da Parkplätze den Zielen des Quartierskonzeptes widersprächen. Besser wäre die Wiederbebauung. Die Fraktion konnte sich damit allerdings nicht durchsetzen.

Mit den Ausgrabungen war im August 2003 begonnen worden. Zuvor befand sich dort das Göbelsche Gut, das baufällig war und abgerissen werden musste. Über drei Jahre lang erwies sich das Gelände Teichstraße 16 als eine interessante Fundgrube über den Verlauf der Stadtmauer im 17. Jahrhundert und auch über den geologischen Untergrund an dieser Stelle. Bis 2006 wurden im Bereich des ehemaligen Klosters 116 Grabstätten geöffnet. Sie galt als eine der größten witterungsunabhängigen Großgrabungen in Deutschland.

Von Jens Rosenkranz

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