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Altenburg Ziegelheim feiert in der Wieratalhalle Seniorenfasching
Region Altenburg Ziegelheim feiert in der Wieratalhalle Seniorenfasching
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19:17 20.02.2012
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Ziegelheim

Von Jörg Reuter

Nachmittags 16 Uhr, das ist für gewöhnlich nicht die Tageszeit, zu der typischerweise die Stimmung auf dem Siedepunkt ist. In Ziegelheim wunderte das am Samstag jedoch niemanden. Zur Faschingstradition des Ortes gehört seit vielen Jahren der Seniorenfasching, und dieser beginnt eben 15 Uhr. Eine Stunde und ein paar Tanzrunden später, etwa zur Halbzeit des Programms, das wieder in Blöcken über den Nachmittag verteilt gezeigt wurde, ist die Faschingsfete voll im Gang.

"Für uns Senioren ist die Anfangszeit toll", flötet Christine Hora. Bei Abendveranstaltungen würde sie sich mittlerweile nicht mehr wohl fühlen. "Außerdem schmeißt uns hier keiner raus. Wenn es schön ist, können wir bleiben und tanzen, solange wir wollen." Und schön sei es bereits jetzt. Christine Hora kommt stets gern zum Ziegelheimer Fasching, den sie einst mit begründete. "Weil mir das Programm immer gefällt und ich jedes Mal erstaunt über die Ideen der Leute aus dem Verein bin", lobte die Ziegelheimerin, die gemeinsam mit Freunden aus Altenburg feiert.

"Unser Programm besteht traditionell nur aus Nummern, die man sehen kann", erklärt der Präsident des Ziegelheimer Faschingsklubs (ZFK), Reiner Ingrisch. Gesprochene Worte, ob in der Bütt oder bei gespielten Witzen, gibt es nicht. Und so hatte lediglich Zeremonienmeister Denny Graichen ein Mikro. Er unterhielt die Gäste charmant und humorvoll zwischen den Programmpunkten. Bei denen drehte sich diesmal alles, na ja fast alles, um Blues, Twist und Rock 'n' Roll. Ein Thema, das bei den Senioren keine Berührungsängste auslöste. Schließlich waren die meisten der Anwesenden etwa im Alter der Rolling Stones und ebenso fit.

Deutlich jünger sind die Mitglieder der kleinen Gardetanzgruppe, die mit ihrer Choreografie "Summerfun" die dritte Programmrunde eröffneten. Über den tosenden Applaus nach dem gelungenen Auftritt freuten sich nicht nur 16 Mädchen, sondern auch zwei Jungs. "Ich bin schon seit drei Jahren dabei", erzählte Roy Gregoreck, einer der Nachwuchstänzer. Sein Cousin habe ihn zur Tanzgruppe des ZFK gebracht, und seitdem trainiert er einmal pro Woche, außer in den Ferien, gemeinsam mit den Mädchen. "Das ist nicht komisch, das macht Spaß", sagt der Elfjährige selbstbewusst. Und Lampenfieber habe er vor Auftritten auch nicht, berichtet der Schüler und strahlt übers ganze Gesicht.

Der Verein habe keine Nachwuchssorgen, erzählt der ZFK-Präsident. Im Durchschnitt gehören dem ZFK seit Jahren um die 100 Mitglieder an. Darunter auch viele Mädchen und Jungen. "Das ist fantastisch", meint Ingrisch ziemlich stolz und wohl wissend, dass das nicht jeder Verein von sich behaupten kann.

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