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Altenburg Zieht der „Rügener Badejunge“ ins thüringische Altenburg?
Region Altenburg Zieht der „Rügener Badejunge“ ins thüringische Altenburg?
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11:59 30.09.2016
Die Käserei auf Rügen produziert seit 1991 für die Dortmunder Rotkäppchen Peter Jülich GmbH. Doch möglicherweise wird der Kult-Camembert künftig nicht mehr auf der Insel produziert. Quelle: dpa-Zentralbild
Bergen/Altenburg

Der Kult-Camembert „Rügener Badejunge“ wird möglicherweise künftig nicht mehr auf der Insel Rügen produziert. Die Rotkäppchen Peter Jülich GmbH, Markeninhaber des „Rügener Badejunge“, erwägt einen Umzug der Produktion in das Stammwerk im thüringischen Altenburg Land. Der geschäftsführende Gesellschafter von Rotkäppchen, Alexander Kolb, bestätigte einen entsprechenden Bericht in der Lebensmittelzeitung. Hintergrund des möglichen Umzugs ist der Ende 2018 auslaufende Vertrag zwischen der DMK Deutsche Milchkontor und dem Markeneigner Rotkäppchen. DMK produziert für Rotkäppchen den Käse in Bergen auf der Insel Rügen.

In einer knappen Pressemitteilung ergänzte DMK, dass es aktuell Gespräche über eine zukünftige Zusammenarbeit gibt. Weitere Fragen über den Inhalt der Verhandlungen beantwortete das Unternehmen nicht. In Bergen wollte sich die Betriebsleitung nicht äußern. Man wolle die laufenden Verhandlungen nicht gefährden, hieß es. In dem Werk in Bergen sind 64 Mitarbeiter beschäftigt.

Medienberichten aus Thüringen zufolge sind die Umzugspläne bereits konkret. Demnach plant Rotkäppchen am Standort in Lumpzig schon neue Reiferäume sowie zusätzliche Kapazitäten bei Lagerung und Verpackung. Derzeit liefen die Gespräche mit dem Architekten, wie es hieß.

Die Käserei auf Rügen produziert seit 1991 für die Dortmunder Rotkäppchen Peter Jülich GmbH. 1995 hatte das Dortmunder Unternehmen die Markenrechte des bekannten DDR-Camemberts von der Bergener Molkereigenossenschaft erworben und die Marke „Rügener Badejunge“ nach mehrjähriger Abstinenz bundesweit wieder eingeführt. Sie ist nach Angaben des Rotkäppchen-Chefs Kolb noch immer der Marktführer unter den deutschen Camemberts. In dem Werk auf Rügen, wo 1953 die Marke aus der Taufe gehoben wurde, liefen im vergangenen Jahr 2800 Tonnen „Badejunge“ vom Band.

Ob der „Rügener Badejunge“ also auch künftig sein auf der Rückseite der Käseverpackungen gegebenes Versprechen einhalten kann, ist ungewiss. Dort heißt es: „Rügen in seiner reinsten Form: aus tagesfrischer Inselmilch, ausschließlich von Rügener Kühen, in der Inselkäserei zu einem einzigartigen Camembert gereift.“

Im Schweriner Agrarministerium sind die Pläne bekannt. Mit einer Bewertung hält man sich angesichts der laufenden Verhandlungen allerdings zurück. Welche Konsequenzen sich aus einem möglichen Auslaufen der derzeitigen Verträge oder einer weiteren Zusammenarbeit ergeben, wird die DMK für sich prüfen, sagte eine Ministeriumssprecherin. Neben dem „Rügener Badejunge“ wird in Bergen auch noch Bio-Camembert für andere Unternehmen produziert.

Von LVZ

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