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Altenburg Ziel: Rund 70 Mietschulungen in Altenburg bis Ende Juni
Region Altenburg Ziel: Rund 70 Mietschulungen in Altenburg bis Ende Juni
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13:29 06.06.2017
Integrationsmanagerin Ivy Bieber zieht eine positive Bilanz nach zwei Monaten Mietschulungen für Geflüchtete. Quelle: Jörg Reuter
Altenburg

Seit Ende März gibt es im Altenburger Land Mietschulungen für Migranten (die OVZ berichtete). Jetzt zog Ivy Bieber, Integrationsbeauftragte des Landkreises, eine erste Bilanz, wie die Schulungen seitdem gelaufen sind und angenommen wurden. Den Rahmen dafür bot kürzlich eine Veranstaltung im Begegnungscafé der Horizonte gGmbH in Altenburg, auf der sich Bieber samt ihrem Aufgabenfeld und ihren Beratungsangeboten vorstellte.

„Seit März habe ich bisher drei Schulungstermine angeboten“, sagte die Integrationsmanagerin. Rund 20 Neuzugewanderte hätten das Angebot bisher wahrgenommen – eine weitere Schulung fand am vergangenen Sonntag im Bürgerzentrum in der Otto-Dix-Straße 44 in Altenburg statt. „Da ist natürlich noch Luft nach oben“, schätzt Bieber.„Aber ich bin positiv gestimmt, dass ich bis Ende Juni etwa 60 bis 70 Personen geschult habe.“ Die Termine werden bisher noch nicht regelmäßig angeboten. „Das ist ja auch immer eine Organisationsfrage.“

Die Schulungen übernimmt Bieber selbst, die zwei bis vier Stunden referiert sie auf Deutsch, unterstützt von einem Dolmetscher. „Die meisten Teilnehmer haben bereits ein gutes Sprachniveau erreicht und können meinen Erklärungen sehr gut folgen. Im Notfall hilft der Übersetzer oder ich erkläre es eben noch einmal.“ Wichtig ist ihr vor allem, dass die Leute es wirklich verstehen und nicht nur aus Höflichkeit mit dem Kopf nicken.

Am Ende steht eine Prüfung mit zwölf Fragen rund um das Thema Miete an. „Es gibt Fragen, die müssen unbedingt richtig beantwortet werden“, erklärt die Integrationsmanagerin. Besonders wichtig: die Frage nach der Nachtruhe. „Aber es geht nicht nur darum, die Geflüchteten auf ihre Pflichten hinzuweisen, sondern ihnen auch ihre Rechte klarzumachen. Zum Beispiel, dass sie wissen, dass der Vermieter nicht einfach ungefragt in ihre Wohnung darf.“

Den Mieterpass, den die Teilnehmer nach erfolgreicher Prüfung erhalten, können sie potenziellen Vermietern zeigen und damit ihre Kompentenz nachweisen. „Das ist ein offizielles Schreiben vom Landratsamt.“

Auf Seite der Vermieter jedenfalls wächst das Interesse an dem Mieterpass spürbar, hat die Integrationsmanagerin beobachtet. Seit die Mietschulungen laufen, seien schon mehrfach Vermieter an Bieber herangetreten und hätten signalisiert, dass sie die Idee sehr begrüßen. So würde man potenziellen Mietern unter der Bedingung eine Wohnung anbieten, dass vorher der Mieterpass erlangt wurde. „So haben sowohl Mieter als auch Vermieter eine gewisse Sicherheit“, erklärt Ivy Bieber, die sich sehr darüber freut, dass ihr Projekt so gut angenommen wird.

Inhalte der Schulung sind, neben dem Mietvertrag, das richtige Lüften, der Umgang mit Mängeln, Mülltrennung und Sperrmüll, die Nebenkostenabrechnung, Ruhezeiten, die Haltung von Haustieren, Strom- und Wasserverbrauch und die Rechte eines Mieters.

Von Tatjana Kulpa

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