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Zink-Belastung des kleinen Teichs am Klinikum Altenburger Land lässt sich nicht feststellen

Behörden Zink-Belastung des kleinen Teichs am Klinikum Altenburger Land lässt sich nicht feststellen

Belastung durch Schwermetall oder nicht? Ob der Regenwasserteich am Klinikum Altenburger Land jemals eine problematische Konzentration von Zink erreicht hat, lässt sich nicht mehr sagen. Wie das kreiseigene Unternehmen und die Untere Wasserbehörde auf OVZ-Nachfrage übereinstimmend mitteilten, gab es weder Messungen noch einen Anlass dazu.

Ob der kleine Teich oberhalb des Klinik-Kindergartens jemals eine erhöhte Zink-Belastung aufwies, kann nicht mehr gesagt werden. Aktuell wird er umgebaut und um eine Filteranlage ergänzt.

Quelle: Christine Helbig

Altenburg. Belastung durch Schwermetall oder nicht? Ob der Regenwasserteich am Klinikum Altenburger Land jemals eine problematische Konzentration von Zink erreicht hat, lässt sich nicht mehr sagen. Wie das kreiseigene Unternehmen und die Untere Wasserbehörde auf OVZ-Nachfrage übereinstimmend mitteilten, gab es weder Messungen noch einen Anlass dazu. Allerdings wusste das Landratsamt zunächst nichts von dem möglichen Vorfall.

„Von einer Zinkbelastung im Wasser konnten wir nicht ausgehen und daher auch nicht informieren“, erklärte Klinikumssprecherin Christine Helbig diesen Umstand. Vom geplanten Bau des Klinikums 1994 an seien die Verfahren für die Entwässergenehmigung des Regenrückhaltebeckens in den Großen Teich durchgeführt und die Ergebnisse umgesetzt worden. „Erst bei der neuerlichen Bestandsaufnahme durch ein Planungsbüro trat die Notwendigkeit eines Zinkabscheiders auf.“

Dach, Entwässerung und Teich gerieten wiederum erst im Zuge einer neuen Genehmigung, die das Klinikum bereits 2008 beantragt hatte, in den Fokus. Diese enthielt zudem die Auflage für ein Drosselwerk, das man nun mittels speziellen Granulats baut. Halten soll dieses 20 bis 30 Jahre, ehe es – bei Bedarf – ausgetauscht werden muss. Dass es diese Anlage nicht bereits bei Inbetriebnahme des Hauses mit seinem Zinkblechdach 1997 gab, liegt an geänderten Vorschriften. Denn laut Planungsbüro erzwinge das Gesetz nun einen Filter bei solcher Größe verzinkter Dachflächen. „Es war damit für das Klinikum selbstverständlich, den Vorschriften nachzukommen“, so Helbig weiter.

Dass das Schwermetall bei Regen aus den Dachflächen ausgelöst wird, deutet aber nicht auf Baupfusch hin, heißt es aus der Unteren Wasserbehörde. Aus ihrer Sicht bestand auch keine Gesundheitsgefahr für die Menschen im Kreis. Da es im Wasserrecht keine Grenzwerte für Zink aus Niederschlag gibt, könnten auch keine strengeren Vorschriften für die Einleitung in den Wasserkreislauf über den Großen Teich gelten. Allerdings schätzt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) das Schwermetall bei längeren Dosen von über 25 Milligramm pro Tag oder kurzfristig sehr hohen Dosen als giftig ein. Zu akuten Symptomen gehören laut BfR Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Langfristig kann das in geringen Dosen lebenswichtige Spurenelement auch das Erbgut verändern.

Stein des Anstoßes war eine Pressemitteilung des Klinikums über die Baumaßnahmen am Teich oberhalb des Kindergartens, die nahe legte, dass es eine Zinkbelastung gegeben habe. Um das neue, 600 000 Euro teure Regenrückhaltebecken bauen zu können und später Platz für einen Weg zu schaffen, wurde eine 20 Meter breite Einfahrt geschaffen, für die ein Baum weichen musste. Dieser wurde jedoch nicht – wie fälschlich berichtet – gefällt, sondern mitsamt Wurzel ausgegraben und umgesetzt.

„Durch den neuen Teich samt Filteranlage verbessert sich die gesamte Abwasserbeseitigung am Klinikum erheblich“, sagte die Fachdienstleiterin Natur- und Umweltschutz, Birgit Seiler, abschließend. Aber auch sie kann nicht sagen, ob das in den Großen Teich eingeleitete Zink-Wasser für ein dortiges Fischsterben verantwortlich sein könnte.

Von Thomas Haegeler

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