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Altenburg Zirkusluft in Windischleuba
Region Altenburg Zirkusluft in Windischleuba
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00:42 24.07.2015
International ging beim Zirkus-Camp in Windischleuba zu. Quelle: Mario Jahn
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Windischleuba

In der Jugendherberge probte ein Figurentheater. Das alles assoziiert etwas von Zirkus.

Und genau darum geht es im internationalen Zirkus-Camp der Landesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (LKJ) Sachsen. An den zurückliegenden zehn Tagen war im historischen Wasserschloss Zirkusluft zu spüren. 36 Jugendliche aus Finnland, Frankreich, Deutschland und der Slowakei trainierten in vier ganz unterschiedlichen Zirkus-Workshops für ihren großen Auftritt vor Publikum. Den erlebten sie gestern Nachmittag vor der Altmarktgalerie in Dresden.

Doch bis dahin hatten die 13- bis 17-Jährigen, die von dem alten Gemäuer des Wasserschlosses von Anfang an fasziniert waren, ein hartes Training zu absolvieren. "Fast täglich wurde vier bis fünf Stunden intensiv geprobt", berichtete Anne Buntemann, die als Mitarbeiterin des LKJ für das Projekt den Hut auf hat. In welchem Workshop sie sich mit dem Thema "On the move" beschäftigen wollten, das hatten die Mädchen und Jungen in kurzen Proben ausgetestet. "An manchen Stellen mussten wir Betreuer allerdings ordnend eingreifen", meinte die Camp-Leiterin.

In den Workshops seien die Jugendlichen dann der Frage nachgegangen, was Mobilität für sie persönlich, aber auch im gesellschaftlichen Kontext bedeutet, so die Bildungsreferentin. Weil zur Mobilität auch das Reisen gehört, ist ein Koffer das verbindende Element zwischen allen vier Gruppen. Der ist in die Darbietungen jeder Truppe eingebaut.

Ganz neu sei das Zirkusprojekt für viele der Teilnehmer nicht gewesen. Denn so mancher von ihnen habe bereits in seinem Heimatland an solchen Offerten mitgearbeitet. In Windischleuba habe man die zirkusbegeisterten jungen Leute zusammengeführt.

"Einige der deutschen Teilnehmer kommen zum Beispiel vom Kinder- und Jugendzirkus Kaos aus Dresden, mit dem wir bei diesem Camp kooperieren", erklärte Anne Buntemann die Herkunft des umfangreichen Zirkus-Equipments. Das sei auch der Grund dafür, warum die sächsische Landeshauptstadt für die etwa 45-minütige Abschlusspräsentation ausgewählt wurde.

Den 27 Mädchen und neun Jungs wird aber nicht allein der Zirkus noch lang im Gedächtnis haften bleiben. Der Ganztagsausflug nach Leipzig, der Besuch des Südbads in Altenburg oder die Poolparty im Hof der Jugendherberge werde ihnen ebenso in Erinnerung bleiben, ist sich Buntemann sicher.

"Begeistert hat die Campteilnehmer außerdem der Länderabend, zu dem Spezialitäten aus jedem Land auf Tisch und Teller kamen. Es wurde gesungen, getanzt und geredet", berichtete Anne Buntemann. Sprachbarrieren hätten die Mädchen und Jungen schnell überwunden. Englisch sprechen fast alle ein bisschen, und mancher hat sich auch bemüht, einige Wort finnisch, französisch, slowakisch oder deutsch zu lernen. Still sei es während des Trainings nie gewesen.

Viel freie Zeit blieb den jungen Leuten bei den vielen Proben und zusätzlichen Angeboten nicht mehr. Doch um mit Eltern und Freunden zu kommunizieren, fanden sie jeden Tag Zeit. "An der Rezeption herrschte da immer Hochbetrieb, denn dort haben wir WLAN", weiß Herbergsvater Gerd Herrmann zu berichten. Lobend äußerte er sich über die gute Zusammenarbeit mit der Leitung des Camps.

Bevor es heute für alle heißt, Abschied nehmen und nach Hause fahren, gab es gestern Abend nach der Rückkehr aus Dresden noch eine große Abschiedsparty im Schloss. Da ist so manche Träne geflossen, hatten sich doch viele neue Freundschaften und manche Liebelei entwickelt.

Marlies Neumann

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