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Altenburg Zockt Volkshochschule Nutzer ab
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20:05 26.07.2012

Der Saal steht weiterhin zur öffentlichen Nutzung zur Verfügung, sagt Gabriele Matzulla, Geschäftsführerin der Schmöllner Heimbetriebsgesellschaft. Das frühere Berufsschulgebäude, zu dem auch der Kultursaal gehört, ist seit dem 1. Juni unter der Trägerschaft der von ihr geführten Firma. Das Landratsamt hatte das Gebäude seinem Tochterunternehmen übergeben (OVZ berichtete). Ihre Aufgabe sei es, Pflege zu realisieren und nicht, die Nutzung eines Saals zu finanzieren, so Matzulla weiter. Die Pauschale erhebe man für Kosten wie Heizung, Strom und Wasser.

2011 hat die Stadt Schmölln noch die Betriebskosten für den Saal übernommen, berichtet Wolfgang Linß, Leiter des Hauptamtes der Knopfstadt. Die Betriebskosten hätten etwa 12 000 Euro betragen. Offenbar zu viel für die Stadtverwaltung, um sie auch weiterhin zu tragen. Die neue Nutzungsgebühr trifft vor allem die VHS, wie deren Leiterin Gudrun Pfeiffer bestätigt. Zahlreiche Kurse finden im Kultursaal statt, beispielsweise Tanzangebote, Gymnastik oder Zumba. Um nicht auf den Betriebskosten sitzen zu bleiben, reicht die VHS diese an die Kursteilnehmer weiter. Allerdings nicht erst mit dem Herbstprogramm, sondern bereits seit Frühjahr.

"Es sind die knappen Kassen, die dahinterstecken", versucht Pfeiffer diesen Umstand zu erklären. Sie sei nie daran interessiert, Gebühren zu erhöhen. Während des Erstellens des Programmhefts für das Frühjahr 2012 habe es die Information gegeben, dass der Trägerwechsel bereits im März stattfinde. "Die zu viel gezahlten Kursgebühren lassen sich im Nachgang nicht mehr ändern."

Knapp die Hälfte der Angebote im gesamten Kreisgebiet sei von den Preiserhöhungen von 4,50 Euro pro Kurs betroffen, erklärte Pfeiffer weiter. "Wir sind eine VHS für das Altenburger Land. Warum sollten wir da Unterschiede machen? Würden wir das nicht tun, hätten sich die Kursgebühren nur für die Schmöllner fast verdoppelt." Alternativen zum Kultursaal seien möglich. "Da müsste man sich die Auslastung anschauen."

Laut Matzulla will die Heimbetriebsgesellschaft verschiedene Bauarbeiten am Gebäude durchführen lassen. Holzfassade und -fenster sollen in Ordnung gebracht, die kleine Küche neben dem Saal erneuert werden. "Die Küchenmöbel sind recht abgenutzt", sagt sie. Im Kultursaal soll neue Farbe an die Wände, und das Parkett soll abgezogen werden. Auch die Heizkreisläufe im Haus sollen getrennt werden, um später die Betriebskosten genau zuzuordnen. Wenn erst abends Kurse stattfinden, müsse man dann auch erst abends heizen, so Matzulla weiter.

Für das Gebäude gibt es ein neues Nutzungskonzept. So zieht die Tagespflege des Altenpflegeheimes am Brauereiteich ins Erdgeschoss der Lohsenstraße und wird von zwölf auf 20 Plätze erweitert. In die mittlere Etage des einstigen Berufsschulkomplexes zieht die Heimverwaltung ein. Auch die ist noch am Brauereiteich ansässig. Dort wiederum sollen die Kapazitäten der stationären Plätze erweitert werden. Zudem wird angestrebt, mehr Betten für Kurzzeitpflege bereitzuhalten.

Jonas Alder/J.B.

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