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Altenburg Zoff um Neuansiedlungen beim Nachbarn Windischleuba
Region Altenburg Zoff um Neuansiedlungen beim Nachbarn Windischleuba
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18:28 07.09.2012

Von Marlies Neumann

Anlass für das Gespräch in Weimar waren Proteste von Altenburgs Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD) gegen geplante Neuansiedlungen im Gewerbegebiet Windischleuba. Für ihn sei das Sortiment des Intersport-Marktes innenstadtrelevant. Dieser will sich im ehemaligen Tapeten- und Teppichmarkt ansiedeln. Diese Auffassung hatte er bereits vor Wochen während des IHK-Forums zur ebenfalls umstrittenen Ansiedlung des Modemarktes Röther am Stadtrand von Altenburg vertreten. Ein Dorn im Auge ist ihm auch die Umnutzung des ehemaligen Jumbo-Möbelmarktes. Dort sollen unter anderem ein Lebensmittel-Discounter und ein Kik-Markt einziehen.

Um die Pläne der Windischleubaer zu durchkreuzen, war Wolf nach OVZ-Informationen bereits vor Wochen im Landesverwaltungsamt, das nach wie vor noch keine Entscheidung zur Ansiedlung des Modemarktes Röther getroffen hat.

"Wir als Nachbarn haben nichts gegen diesen Modemarkt", meint Windischleubas Bürgermeister, der stinksauer auf Altenburgs OB ist. "Bevor er allein nach Weimar gefahren ist, hätte man miteinander reden können", sagt der CDU-Politiker, der an den Plänen im Gewerbegebiet Fünfminutenweg festhält. "Wir wollen nicht mehr und nicht weniger, als der Bebauungsplan hergibt. Doch den zweifelt OB Wolf mittlerweile an."

Intersport habe das Gebäude des ehemaligen Tapeten- und Teppichmarktes bereits vor Monaten gekauft. Der Investor bereite schon den Einzug der neuen Handelseinrichtung vor. Laut gültigem Bebauungsplan stehe dem auch nichts entgegen, betont er.

Was ihm aber viel wichtiger ist: Windischleuba braucht dringend wieder einen Lebensmittel-Discounter. Denn nach der Schließung von Lidl gibt es derzeit weder im Ort noch in der näheren Umgebung ein Lebensmittelgeschäft. Der neue Eigentümer, der vor einigen Monaten den Parkplatz und den Gebäudekomplex mit Obi, Getränke- und ehemaligen Möbelmarkt erworben hat, habe bereits erste Schritte für eine Umnutzung unternommen.

Der Baumarkt hat seinen Mietvertrag nach OVZ-Informationen verlängert. Im ehemaligen Möbelmarkt könnten sich mehrere Anbieter einmieten. "Die Verkaufsfläche des Gewerbegebietes, die im Bebauungsplan festgeschrieben ist, würden wir dadurch nicht erweitern. Im Gegenteil, durch den Weggang von Lidl und eines Getränkemarktes haben wir bereits mehr als 1000 Quadratmeter verloren. Denn die leeren Gebäude werden inzwischen durch die Lebenshilfe und ein Transportunternehmen genutzt", stellt Reinboth klar.

Nach OVZ-Informationen geht Wolf jedoch nicht nur gegen Windischleuba vor. Er will auch die Bebauungspläne für die Gewerbegebiete der Nachbarkommunen Lödla und Nobitz auf den Prüfstand stellen lassen.

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