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Altenburg Zug havariert – Drama auf den Gleisen bei Lehndorf
Region Altenburg Zug havariert – Drama auf den Gleisen bei Lehndorf
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18:22 19.01.2018
Zu einem dramatischen Feuerwehreinsatz kam es bei Lehndorf. Quelle: Dirk Knofe
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Lehndorf

Bei Lehndorf spielte sich wohl der dramatischste Rettungseinsatz dieser Orkannacht ab. „Uns erreichte gegen 19 Uhr die Alarmierung, dass wir einen zwischen Zehma und Lehndorf liegengebliebenen Zug evakuieren sollen“, so Wehrleiter Thomas Hummel. Und der Feuerwehrchef erinnerte sich, dass er kurze Zeit zuvor einen auf freier Strecke stehenden Zug beim Vorbeifahren wahrgenommen hatte, aber zu diesem Zeitpunkt das noch nicht allzu ernst genommen hatte. „Aber inzwischen waren – bedingt durch den Stromausfall – schon rund zwei Stunden vergangen, in denen die 46 Passagiere des Zuges von Zwickau nach Leipzig ohne Heizung und mit blockierten Türen im Zug ausharren mussten“, so Hummel weiter.

Neben den Lehndorfern rückten auch die Mockerner sowie die Podelwitzer Kameraden kurz nach 19 Uhr an und mussten auf dem völlig unwegsamen Gelände erst einmal einen Zugangsweg zu dem Zug finden. „Schließlich haben wir unser Notstromaggregat, dass dringend für ausreichen Licht gebraucht wurde, auf den Schienen die rund 600 Meter bis zu dem Havaristen geschleppt.“ Auch die Berufsfeuerwehr Altenburg rückte mit einer Draisine an, die den Transport von Technik und später geretteten Personen erleichtern sollte, aber dann nicht mehr gebraucht wurde.

„Wir hatten von den 46 Zuginsassen schon 15 rausgeholt, die zu Fuß die Strecke gen Bahnhof Lehndorf zurücklegten, als es doch gelang, den Zug im Schleichtempo wenigstens bis zum Lehndorfer Bahnhof zu bugsieren, wo für die Passagiere ein problemloses Aussteigen möglich war. Im Penderverkehr haben wir alle Gestrandeten dann mit unseren Mannschaftstransportwagen bis 20.30 Uhr zum Saaraer Gerätehaus gebracht, wo sich alle erst mal aufwärmen konnten. Warme Getränke und etwas zu Essen hatten wir auch besorgt“, so Hummel.

Nun war aber erst völlig unklar, wie die 46 Fahrgäste in mittlerweile stockdunkler Sturmnacht weiter gen Leipzig gelangen konnten. „Die Bahn hatte zwar einen Ersatzbus angekündigt, der aus Zwickau kommen sollte, aber der war noch in Zwickau in einen Unfall verwickelt und fiel aus“, schildert der Wehrleiter das Dilemma. Schließlich gelang es unter anderem dank Thomas Hummels guter Kontakte zur Thüsac, hier einen Bus zu ordern, der den Weitertransport übernahm. „Gegen 22.15 Uhr konnten alle die Weiterreise antreten.“

Von Jörg Wolf

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