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Zug überollt jungen Mann bei Treben

Tödliches Bahnunglück Zug überollt jungen Mann bei Treben

Ein 34-jähriger Mann ist am Sonnabendmorgen gegen 4.40 Uhr tot auf den Gleisen der Bahnstrecke zwischen Altenburg und Leipzig bei Treben entdeckt worden. Vermutlich hat er sich das Leben genommen. Zu den genauen Ursachen und Hintergründen ermittelt jetzt die Kripo. Die Bahnstrecke war für vier Stunden bis Neukieritzsch voll gesperrt.

Bahnstrecke Leipzig-Altenburg war am Sonnabendmorgen knapp vier Stunden voll gesperrt.

Quelle: dpa

Treben. Der Triebwagenführer eines Zuges gen Altenburg machte Samstagmorgen gegen 4.35 Uhr kurz hinter dem Bahnhof Treben eine grausige Feststellung: Im Gegengleis lag eine leblose Person. Umgehend alarmierte der Lokführer Rettungsdienst und Bundespolizei. Als die Rettungskräfte sowie die Feuerwehr kurze Zeit später an der mittlerweile komplett gesperrten Strecke eintrafen, bestätigte sich die grausige Entdeckung: Circa 150 Meter vor dem Bahnhof Treben lag im Gleis eine leblose Person. „Es handelte sich um einen Mann, der offenbar von einem Zug, der zuvor in Richtung Leipzig unterwegs war, überrollt wurde. Die Person, dessen Identität erst nicht feststand, war tot, die Leiche wies die schlimmen Verletzungen auf, die bei solchen Unfällen mit der Eisenbahn passieren“, so Marcel Pretzsch von der Bundespolizeidirektion Pirna, die für den Streckenbereich zuständig ist.

Umgehend wurde die Bahnstrecke komplett zwischen Altenburg und Neukieritzsch gesperrt. „Die dauerte von 4.40 bis 8.25 Uhr an“, so Pretzsch weiter. Die Identität des Toten konnte dann recht schnell geklärt werden: Nach Informationen der OVZ soll es sich um einen 34-Jährigen handeln, der aus der Region kommt.

Neben Bundespolizei, Notfallmanagement der Bahn sowie Rettungsdienst waren auch die Feuerwehren von Treben im Einsatz. „Die Alarmierung über eine leblose Person im Gleiskörper kam 4.38 Uhr herein. Da gehen einem sofort die schlimmsten Bilder durch den Kopf“, so der Trebener Ortsbrandmeister und Einsatzleiter Volker Riedel. Acht Kameraden aus Treben sowie vier aus Lehma rückten in der Morgendämmerung an, um die Unglücksstelle auszuleuchten.

Auch die Fockendorfer Wehr wurde alarmiert, konnte den Einsatz aber abbrechen, weil genügend Personal an der Unglücksstelle vorhanden war. „Das waren dann schon schlimme Bilder“, sagt Riedel. „Großen Respekt und Dank an unsere Jungs, die das alles ganz professionell abgearbeitet haben. Und auch die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst, der Bahn sowie den Polizeikräften hat hervorragend geklappt“, hebt der Ortsbrandmeister hervor. Das Erlebte gehe sicher nicht spurlos an den meist jungen Feuerwehrleuten vorüber, die ihren Job durchweg ehrenamtlich erledigen. „Wir werden das auf jeden Fall nochmals besprechen und wenn jemand später Hilfe braucht, dann wird er die bekommen“, so Riedel.

Bis 8.25 Uhr war die Bahnstrecke voll gesperrt. Die Bundespolizei hat die genaueren Ermittlungen mittlerweile an den Kriminaldauerdienst der Landespolizeiinspektion Gera abgegeben. Der obliegt es jetzt, herauszufinden, was sich genau an Streckenkilometer 33,2 in der Nacht zugetragen hat, ob es sich um einen Unfall oder einen Suizid handelte.

Von Jörg Wolf

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