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Zukünftig nur Minimalvariante möglich

Zukünftig nur Minimalvariante möglich

Die Brücke an der Neidamühle in Bornrshain hat schwere Schäden. Das ist zwar keine Überraschung, denn sie ist bereits seit Längerem gesperrt. Doch seit Kurzem hat die Gemeinde den Befund schriftlich.

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Die Brücke an der Neidamühle ist für den Verkehr gesperrt. Bereits vor dem Juni-Hochwasser war sie stark beschädigt.

Quelle: Mario Jahn

Kurz vor Jahresende wurde in allen Ortsteilen von der Kommune eine Brückenprüfung durchführen lassen. Dabei sind Mängel vor allem an vier der Brücken festgestellt worden.

 

"Das ist relativ unspektakulär", wiegelt Bürgermeister Hendrik Läbe (SPD) ab. Zum einen befinden sich nicht alle Brücken im Gemeindegebiet in der Verantwortung von Nobitz. Brücken auf Kreis-, Landes- oder Bundesstraßen müssen von Kreis, Freistaat beziehungsweise dem Bund instand gehalten werden. Für die Gemeinde bleiben unterm Strich hauptsächlich Durchlässe unter Straßen übrig. "Das sind meist nur größere Rohre, zum Glück", meint Läbe lächelnd, schließlich sind Brücken eine kostspielige Angelegenheit.

 

Aus diesem Grund war auch eine Brückenprüfung längst überfällig. Zuletzt wurde ein Ingenieurbüro in den 90er-Jahren damit beauftragt. "Das Prüfen ist ja nur das eine, die daraus resultierenden Verpflichtungen das andere", ist der Bürgermeister ganz offen. Er betont jedoch, dass die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung regelmäßig die Brücken kontrollieren, nur eben nicht so tiefgehend wie ein extra beauftragtes Büro. Doch nicht wegen des relativ großen zeitlichen Abstandes zum letzten professionellen Check wurde 2013 gleich zweimal geprüft. "Wir waren fertig damit und zwei Wochen später kam das Hochwasser, und die meisten Ergebnisse waren hinfällig", so Läbe. Im Großen und Ganzen habe die zweite Prüfung der Brücken die erste aber bestätigt, die Flut habe kaum für Brückenschäden gesorgt.

 

"Problematisch in erster Linie ist die Brücke der Neidamühle. Die Widerlager sind dort nun stark unterspült. Davor war die Brücke bereits von unten hohl und auch das Geländer hängt nur noch an zwei Eisen", umreißt das Gemeindeoberhaupt die Schwachstellen. Deswegen sei die Brücke auch schon seit einiger Zeit gesperrt. Doch dem Bürgermeister ist nicht entgangen, dass sie heimlich weiter genutzt wird. "Dem werden wir einen Riegel vorschieben."

 

Und dieser "Riegel" wird wohl für eine längere Zeit das Einzige sein, was passiert. Denn frühestens in zwei Jahren werde etwas getan. Und dann kann auch nur eine Minimalvariante für Radfahrer und Fußgänger geschaffen werden. "Alles andere ist nicht bezahlbar. Ein Neubau für den Fahrzeugverkehr kostet mindestens eine halbe Million Euro. Die kleine Variante etwa die Hälfte", rechnet Läbe vor. Eine endgültige Entscheidung dazu sei aber noch nicht getroffen.

 

Weit weniger schlimm als befürchtet ist der Zustand der beiden Brücken an der Remsaer Straße von Wilchwitz Richtung Altenburg. Die eine führt über die Pleiße, nach wenigen Metern die nächste über den Mühlgraben. Im Zuge der Straßensanierung wurde dort 2013 der Asphalt erneuert. "Dadurch sind alle Fugen versiegelt und es kann kein Wasser eindringen. Damit verschlechtert sich auch nichts, denn es wurden an beiden Brücken Risse und Abplatzungen festgestellt", berichtet Läbe. Die Schäden müssten zwar irgendwann repariert werden, dringender Handlungsbedarf bestehe jedoch nicht.

 

Das ist anders an der Feldweg-Brücke zwischen Garbus und Nirkendorf. Diese hat das Hochwasser so stark beschädigt, dass sie weggerissen werden muss und später ebenfalls nur in einer Minimalvariante wieder aufgebaut wird.

 

Außer den genannten Problemfällen, sei der Zustand der Brücken der Gemeinde trotz Hochwassers zufriedenstellend, schätzt Läbe ein.

Jörg Reuter

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