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Altenburg Zum 20. Mal in Altenburg – die Pralinendame aus Belgien
Region Altenburg Zum 20. Mal in Altenburg – die Pralinendame aus Belgien
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10:00 06.08.2016
Ein Herz und eine Seele – Andree Brúlé und Robert Mielisch. Quelle: Mario Jahn
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Altenburg

Sie hat schon ganz Europa bereist, doch nirgendwo hat es ihr so gut gefallen wie in Altenburg. In dieser Woche war die Belgierin Andree Brúlé – man mag es kaum glauben – bereits zum 20. Mal in der Skatstadt. Und jedes Mal findet sie für fünf Tage eine Bleibe im Hotel am Roßplan.

Angefangen hat die Sache 1999. „Ich bin mit meiner Freundin immer gern verreist, meist mit dem gleichen Busunternehmen. Und da wurde uns eines Tages eine Städtereise Leipzig–Weimar–Gotha–Erfurt angeboten“, erinnert sich die heute 85-Jährige. „Quartier sollten wir in Altenburg im Hotel am Roßplan beziehen und von dort aus die anderen Städte erkunden.“ Altenburg war den beiden Damen nicht ganz unbekannt, doch von diesem Hotel hatten sie noch nie etwas gehört. Es sollte eine Verbindung fürs Leben werden. „Denn seither bin ich jedes Jahr wiedergekommen. Zweimal sogar nicht nur im Sommer, sondern auch in der Weihnachtszeit. Inzwischen sind es 20 Mal, ein kleines Jubiläum.“

Und dafür gibt es für Andree Brúlé nur einen Grund: die Familie Mielisch und das gesamte Personal des Hotels. „Sie haben dafür gesorgt, dass wir uns immer wohl gefühlt haben, sie sind jederzeit hilfsbereit und immer für uns da. Mielischs sind für mich eine zweite Familie und Altenburg meine zweite Heimat geworden“, sagt die Pensionärin.

Für Robert Mielisch, den Juniorchef des Hauses, und seine Eltern ein wunderbares Lob und Bestätigung für ihre Arbeit. Die Freude beim jährlichen Wiedersehen ist immer groß. Andree Brúlé bekommt immer das gleiche Zimmer und stets den gleichen Platz im Restaurant.

Dass sie dafür immer wieder die gleiche Städtereise buchen muss, stört die rüstige und reiselustige Dame nicht im mindesten. „Allerdings fahre ich nur noch mit dem Bus mit, dann mache ich auf eigene Faust los, sonst sehe ich ja immer wieder gleiche“, lacht die ehemalige Direktor einer großen Bildungseinrichtung in ihrer Heimatstadt Mechelen. Zumindest in der Reisegruppe trifft sie immer wieder neue Leute, denn so verrückt wie sie, immer wieder hierher zu kommen, sei dann doch niemand.

Und auch den einen Tag, der jedes Mal Altenburg vorbehalten bleibt, nutzt sie immer wieder aufs Neue. Bei den ersten Besuchen sei sie freilich ziemlich entsetzt gewesen. „Manchen Fensterrahmen brauchte man nur ansehen, da fiel er schon heraus“, erzählt Andree Brúlé, die neben deutsch auch fließend französisch und englisch spricht. Heute kann sie sich an den schönen, restaurierten Häusern kaum sattsehen.

Und sie hat dafür gesorgt, dass man in Altenburg belgische Pralinen kennt. Ihre süßen Mitbringsel sind inzwischen im Hotel am Roßplan ein Renner. Beim Koch des Hauses ist Andree Brúlé seither nur noch die Pralinendame.

Von Ellen Paul

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