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Zum Schluss wird es auch noch dunkel

Zum Schluss wird es auch noch dunkel

Die SG Motor/Lok Altenburg kassierte in der Fußball-Verbandsliga gegen den FC BW Dachwig/Döllstädt eine 1:4-Niederlage. Dieses letzte Spiel der Hinrunde zeigte noch einmal die extremen Schwankungen, denen sich die Altenburger in diesem Herbst gegenübersahen.

Altenburg.

Einerseits kann man mit den 21 Punkten durchaus zufrieden sein. Andererseits belegt die nie dagewesene Flut von Gegentreffern die Instabilität und mangelnde taktische Reife in vielen Situationen.

 

Gegen Dachwig kämpfte die Mannschaft wieder einmal erst dann zu 100 Prozent, als beim Stande von 0:3 kaum noch Hoffnung bestand. Larry Gentschs herrlicher Schlenzer zum Anschlusstreffer 20 Minuten vor dem Ende weckte noch einmal Hoffnungen, doch insgesamt war der Gästesieg wohl verdient. Die Altenburger Zuschauer haderten trotzdem über die gesamte Spielzeit mit den Entscheidungen von Schieri Christian Meisel, der einige einsame Entscheidungen traf.

 

Bereits 30 Minuten vor dem Anpfiff kam es zu einer kuriosen Szene beim Warmmachen, als der Altenburger Ersatztorwart Christopher Meißner im Rückwärtslaufen Schiedsrichter Meisel auf den Fuß trat und sich dabei so schwer verletzte, dass er im Krankenhaus behandelt werden musste.

 

Das erste wahrnehmbare Erstaunen löste die Tatsache aus, dass der Referee trotz vorabendlicher Stimmung trotz des frühen Nachmittags die beiden Mannschaften in Dunkelblau gegen Schwarz antreten ließ. Es gibt eben im Fußball immer wieder höchst interessante Details, die man besser nicht versäumt.

 

Als dann schließlich Fußball gespielt wurde, merkte man sehr schnell den unbedingten Siegeswillen der Gäste, die mit Vehemenz und Schnelligkeit den Weg zum gegnerischen Tor suchten, während die Altenburger selbiges im ersten Durchgang ganze zweimal überhaupt halbwegs gefährlich bedrohten. So gingen die Gäste mit ihrer bereits zweiten dicken Chance in der 13. Spielminute auch prompt in Führung. Ein schneller Angriff über links fand in der Mitte den einschussbereiten Serkan Kolpar, der die präzise Eingabe über die Linie drückte.

 

Schon fünf Minuten später landete ein 25-Meter-Freistoß von Nick Walter am Pfosten des Altenburger Tores. Helle Aufregung dann in der 23. Minute, als wieder der Schiedsrichter im Mittelpunkt des Geschehens stand. Zwei Fragen blieben beim Elfmeterpfiff für die gut postierten Altenburger Zuschauer unbeantwortet: Welches Vergehen wurde überhaupt geahndet? Und warum wurde die Szene in den Strafraum interpretiert? Dem Dachwiger Nick Walter war dies alles reichlich egal. Er markierte mit trockenem, unhaltbarem Schuss das 0:2.

 

Die Gastgeber hatten lange mit diesem Rückstand zu kämpfen. Zumal wenige Minuten nach dem Wechsel die Gäste eine erneute Schlafmützigkeit in der Altenburger Deckung zum 0:3 bestraften. Eine Ecke von links wurde flach an den Sechszehner gepasst, und der aufgerückte Tim Fischer nahm den Ball direkt mit links und die Spielentscheidung war gefallen. Obwohl sich die Gastgeber nach dem Dreifachwechsel in der 56. Minute deutlich steigerten und nun plötzlich eine Vielzahl von Chancen erspielten, gelang nur noch das 1:3 durch Larry Gentsch im Anschluss an einen Eckball. Auch danach blieben die Hausherren am Drücker. Doch als Thomas Hönemann im Strafraum nach kurzem Antritt fiel, gab es Gelb für ihn statt des erhofften Elfmeters.

 

Zu allem Überfluss sah der Altenburger Keeper wenige Minuten vor dem Ende die rote Karte, als er außerhalb seines Strafraums per Notbremse dazwischenfuhr. Das 1:4 in der 88. Minute nach einem Konter durch den eingewechselten Tim Gießler regte letztlich auf Altenburger Seite niemanden mehr auf. Schließlich musste man seine Energie aufsparen für den Abgang des Schiedsrichters. Mittlerweile war es auch richtig dunkel geworden - hoffentlich kein Fingerzeig für die erst am 1. März 2014 beginnende Rückrunde- Thomas Lahr

 

Altenburg: Junghanns (RK), Staigys, Enders (56. Fehse; GK), Rolle (GK), Seidel, Hönemann (GK), Gerber, Gentsch, Kröber (56. Ast), Eichelkraut, Wuttke (56. Dennhardt; GK).

Thomas Lahr

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