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Altenburg Zusammenarbeit ja, Fusion nein - ZAL und Waba erweitern Kooperation
Region Altenburg Zusammenarbeit ja, Fusion nein - ZAL und Waba erweitern Kooperation
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11:26 16.09.2011

Beinahe zehn Minuten brauchten gestern die Chefs der beiden Unternehmen, um alle neuen Verträge zu unterzeichnen. Die Auswirkungen bleiben dennoch begrenzt. In den Papieren ist lediglich geregelt, dass der Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetrieb Altenburg (Waba) Abwässer von drei Orten auf dem Gebiet des Zweckverbandes Wasserver- und Abwasserentsorgung Altenburger Land (ZAL) mit Sitz in Wilchwitz reinigt.

Davon profitieren beide Betriebe. Zum einen lastet die Waba ihr Klärwerk bei Gerstenberg besser aus. Zum anderen kann der ZAL darauf verzichten, selbst teure Reinigungsanlagen zu errichten.

Der finanzielle Umfang der Zusammenarbeit liegt nun zwischen 100 000 und 120 000 Euro. Einen exakten Betrag wollte Waba-Geschäftsführer Martin Wenzel nicht nennen. Er sagte lediglich, dass sich der vom ZAL zu zahlende Kubikmeterpreis geringfügig erhöht habe, unter anderem wegen der gestiegenen Energiepreise. Die Vereinbarung soll die nächsten 20 Jahre gelten. Dabei gebe es keine Mengenbegrenzung.

Anlass der neuen Verträge war, dass weitere Ortsteile von Oberlödla, Windischleuba und Gerstenberg an das Entsorgungssystem angeschlossen wurden. Auch waren die zuvor vereinbarten Mengen überschritten worden, vor allem wegen erhöhter Niederschläge. Der ZAL hatte den Anschluss der neuen und vorhandenen Gebiete mit einem umfangreichen Bau von Kanälen und Pumpstationen vorbereitet. Beispielsweise werden die Abwässer von Rositz auch in Gerstenberg gereinigt.

Waba-Chef Wenzel bezeichnete die neuen Verträge als wichtig und nützlich. Er hoffe, dass die jahrelange Zusammenarbeit auf lange Sicht fortgeführt werde. Damit traf er bei ZAL-Vorsitzendem Stephan Etzold (CDU) auf offene Ohren. Denn dessen Zweckverband spart durch die erneuerte Vereinbarung nicht nur den Bau eigener Kläranlagen. Vor allem könne der ZAL besser planen, meinte Etzold mit Blick auf die anstehende Gebühren-Kalkulation für die nächsten vier Jahre. Die vor Jahren diskutierte Fusion sei zwar nicht erreicht worden, erinnerte sich der ZAL-Chef, dennoch arbeite man gut zusammen, was sich letztendlich ebenso auszahle.

Bei diesem Status wird es auch in Zukunft bleiben. "Wo es sinnvoll und möglich ist, werden wir die Zusammenarbeit weiter suchen." Einheitliche Strukturen werde es in Zukunft jedoch nicht geben, schloss Wenzel aus: "Die Körperschaften bleiben abgegrenzte Gebiete."

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