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Zwei Sondierungsgespräche gescheitert – gelingt mit dem dritten der Durchbruch?

Theater Altenburg-Gera Zwei Sondierungsgespräche gescheitert – gelingt mit dem dritten der Durchbruch?

Die neue Finanzierungsvereinbarung für das Altenburg-Geraer Theater ist gerade ist unter Dach und Fach, da steht schon die nächste Herausforderung an: Das dritte Sondierungsgespräch mit den Gewerkschaften, nach dem die ersten beiden gescheitert waren. OVZ sprach darüber mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, dem Altenburger OB Michael Wolf.

Das Landestheater in Altenburg.

Quelle: Jens Paul Taubert

Altenburg. Die erste Hürde ist genommen: Alle drei Gesellschafter der Altenburg-Geraer Theater GmbH haben der neuen Finanzierungsvereinbarung mit dem Land Thüringen für die Jahre 2017 bis 2024 zustimmt. Nun steht als nicht minder große Hürde ein drittes Sondierungsgespräch mit den Gewerkschaften ins Haus, nach dem die ersten beiden gescheitert waren. OVZ sprach darüber mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden, dem Altenburger Oberbürgermeister Michael Wolf (SPD).

Ihnen muss doch ein riesiger Stein vom Herzen gefallen sein, als die Beschlussvorlagen in den Stadträten von Altenburg und Gera sowie im Kreistag Altenburger Land so reibungslos über die politische Bühne gegangen sind. Schließlich war das besonders bei den Wackelkandidaten Gera und Kreistag nicht zu erwarten.

Natürlich bin ich sehr erleichtert und froh, dass die zuständigen Gremien unser Verhandlungsergebnis gebilligt haben und damit zum Ausdruck bringen, dass sie mit der Arbeit des Theaters zufrieden sind. Es gibt jetzt eine solide Grundlage, das Theater stabil zu führen. Die Stadt- und Kreisräte haben sich damit ohne Wenn und Aber zu unserem Theater bekannt. Hätte nur einer nicht mitgezogen, wäre das ganze Konstrukt wie ein Kartenhaus zusammengefallen. Besonders stolz bin ich darauf, das im Altenburger Stadtrat die Entscheidung sogar einstimmig gefallen ist.

Das ist aber nur die erste Hürde. Noch immer ist der neue Haustarifvertrag nicht unter Dach und Fach. Am Freitag steht das nächste Sondierungsgespräch mit den Gewerkschaften an. Erst danach wird entschieden, ob überhaupt Tarifgespräche stattfinden. Sind Sie überzeugt davon, auch diese Kuh doch noch vom Eis zu kriegen?

Sagen wir mal so, ich hoffe es. Denn es erwarten uns ausgesprochen schwierige Verhandlungen. Die Gewerkschaften wollen von uns noch einmal ein verbessertes Angebot sehen. Wir versuchen selbstverständlich, ein vernünftiges Angebot zu unterbreiten und sind in diesem Zusammenhang sehr erleichtert, dass der Jahresabschluss 2015 des Theaters so zufriedenstellend war. Da erwarten uns jetzt keine zusätzlichen Probleme. Die Gewerkschaften möchten erreichen, dass im Jahr 2017 der Abstand zum Flächentarif unter zehn Prozent liegt. Und das ist ziemlich schwierig, weil wir ja an den mit dem Land Thüringen abgeschlossenen Finanzierungsvertrag gebunden sind. Ich warne daher eindringlich davor, den Bogen zu überspannen.

Welche Probleme sehen Sie?

Wir haben erreicht, dass mit dem neuen Finanzierungsvertrag niemand seinen Arbeitsplatz verliert, haben die fünf Sparten erhalten und sichern ein hohes künstlerisches Niveau. Ich bin nicht der Auffassung, dass unser Angebot unannehmbar ist, ich finde es solide und fair. Leider waren die bisherigen Gespräche mit den insgesamt vier Gewerkschaften äußerst kompliziert. Ihre Forderungen sind noch weit entfernt von unseren Möglichkeiten. Diese können wir unmöglich erfüllen. Ich warne ausdrücklich vor einer zu schnellen Annäherung an den Flächentarif, mahne zu einer konstruktiven Bescheidenheit. Der Erhalt der Arbeitsplätze und des kulturellen Angebots sollten auch für die Arbeitnehmervertretungen Vorrang haben.

Was steht zu befürchten, wenn sich die Tarifpartner nicht bis Ende des Jahres über einen neuen Haustarifvertrag einigen?

Das wäre ein Schreckensszenario, an das ich eigentlich gar nicht denken mag. Dann gilt ab 1. Januar der Flächentarifvertrag. Dann wären die aufgebauten finanziellen Rückstellungen und Rücklagen in kürzester Zeit aufgebraucht. Dann drohen Kündigungen mit unabsehbaren Folgen für unser Theater. Das wäre ein sehr gefährliches Spiel, welches sogar die Existenz des Theaters bedrohen könnte.

Von Ellen Paul

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