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Zwei Stunden solo auf der Bühne – Panflötist Edward Simoni

Konzert in Brüderkirche Zwei Stunden solo auf der Bühne – Panflötist Edward Simoni

Ist es möglich, dass ein einzelner Künstler mit seinem Instrument über zwei Stunden ein Konzert gestaltet und das Publikum so lange bei der Stange hält? Wenn es sich nicht um einen Pianisten am Flügel handelt, eigentlich nicht. Es sei denn, man heißt Edward Simoni, ist einer der besten Panflötenspieler und gestaltet ein Solo-Programm. So geschehen in der Altenburger Brüderkirche.

Edward Simoni bei seinem Konzert in der Altenburger Brüderkirche.

Quelle: Mario Jahn

Altenburg. Ist es möglich, dass ein einzelner Künstler mit seinem Instrument über zwei Stunden ein Konzert gestaltet und das Publikum so lange bei der Stange hält? Wenn es sich nicht um einen Pianisten am Flügel handelt, eigentlich nicht. Es sei denn, man heißt Edward Simoni, ist der Musikwelt als einer der besten Panflötenspieler bekannt und gestaltet ein spezielles Solo-Konzertprogramm. So geschehen am Sonnabend in der Altenburger Brüderkirche.

Von Beethoven bis Techno

Unter dem Titel „Welt der wunderbaren Melodien“, das musikalisch von der Klassik (Beethoven) bis in die Jetztzeit zum melodischen Techno reicht, bot Simoni ebenso Kirchenlieder wie Titel, die jeder Besucher kennt, so „Merci Cherie“ von Udo Jürgens, „Mama Leone“ von Dravi Deutscher, „When I need you“ von Albert Hammond, den Welthit „Allane“ oder den Country-Titel „Am Ufer des Ohio“. Im umfangreichen Zugabenteil erfreute er zudem das Publikum mit dem italienischen Lied „Santa Lucia“ und mit dem „Weißen Boot“ der polnischen Gruppe „Die roten Gitarren“ – als Referenz an seine Heimat.

Griff zur Geige und Querflöte

Seine musikalische Vielseitigkeit und das breite Spektrum seines Könnens bewies Edward Simoni nicht nur auf der Panflöte, sondern auch mit der Geige und der Querflöte, die beiden Instrumente, die er als Kind erlernte. Das Panflötenspiel eignete er sich autodidaktisch an. Doch er adaptierte nicht nur viele Titel, sondern steuerte ein gerüttelt Maß eigene Kompositionen bei – im typischen Panflöten-Sound wie „Pan-Träume“, „Einsamer Hirte“, „Pan-Phantasien“ und viele andere. Darin gestaltet er den eigentlich unbeschreiblichen Klang dieses Flöteninstrumentes in verschiedenen Variationen, jene Wärme und die große Ausdrucksfähigkeit, die so zu Herzen gehen können, auf die man sich einlassen muss und die ihn berühmt gemacht haben bis hin zum Gewinner von Gold- und Platin-Auszeichnungen.

Dieses Konzert war die unaufwendigste Art Musik zu machen und blieb dennoch über zwei Stunden für das Publikum in Spannung, auch weil er es mit einbezog, es mitsingen ließ und andeutete, wo ihm Klatschen recht wäre.

Orchestraler Sound aus der Konserve

Begleitet wurde er in seinem Solospiel durch das Einspielen von orchestralem Playback-Sound, der ihm auch kurze Verschnaufpausen mit der Panflöte verschaffte, und der in seiner Dynamik so gestaltet war, dass der Charakter einer kirchenintimen Atmosphäre nie gestört wurde. Diese besinnliche Atmosphäre, frei von jeglicher überdrehten Hektik, wirkte wohltuend auf diese sonnabendliche Veranstaltung.

Simoni spielte auch a-cappella, begab sich dabei in den Kirchensaal und glänzte in einem virtuosen Solo mit längeren Variationen, wobei er alle technischen Möglichkeiten der Panflöte ausschöpfte.

Weniger günstig war die Verschiebung des Veranstaltungsbeginns um eine halbe Stunde von 19 auf 19.30 Uhr, da in Altenburg der Beginn falsch angegeben worden sei, so der Veranstalter.

Zu bemängeln ist auch das schlechte Verstehen der Moderationen des Sängers per Mikrofon, das auch nach Intervention in der Pause nicht abgestellt wurde. Diese technischen Probleme hatten allerdings keinerlei Einfluss auf die musikalische Qualität der Veranstaltung, deren Besuch trotz Ferienzeit und ungünstigem Wetter erfreulich gut war.

Altarraum fast völlig dunkel

Das Publikum dankte dem 57-jährigen Künstler mit starkem und langem Beifall und erzwang so einige Zugaben. Die letzte war das Lied „My Heart Will Go On“ aus dem legendären James-Cameron-Film „Titanic“ von 1997, gespielt in völlig dunkler Kirche, nur mit leichter Ausleuchtung des Altarraumes. Ein stimmungsvolles, beeindruckendes Ende.

Von Manfred Hainich

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