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Altenburg Drei Verletzte: Messerstecherei in der Ortslage Altendorf
Region Altenburg Drei Verletzte: Messerstecherei in der Ortslage Altendorf
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16:53 12.07.2018
In diesem Haus im Altenburger Ortsteil Altendorf gerieten am Mittwochabend mehrere junge Afghanen aneinander. Quelle: Foto: Mario Jahn
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Altendorf

Im Altenburger Ortsteil Altendorf ereignete sich am Mittwoch gegen 21 Uhr eine Messerstecherei. Schauplatz war ein als Asylbewerberunterkunft genutztes Gebäude. Wie die Landespolizeiinspektion Gera am Donnerstag auf OVZ-Anfrage bestätigte, waren vier Personen an der Auseinandersetzung beteiligt.

Angreifer möglicherweise unter Verletzten

Es handelte sich um Männer afghanischer Herkunft im Alter von 18 bis 20 Jahren. Zwei von ihnen hatten bei dem Streit jeweils ein Messer zur Hand, mit dem sie auf ihre Kontrahenten losgingen. Die beiden Unbewaffneten wurden dadurch verletzt, mussten mit Schnittwunden ins Krankenhaus gebracht werden.

Nach OVZ-Informationen soll es bei der Auseinandersetzung noch einen dritten Verletzten gegeben haben, der mit Schnitt- und Stichverletzungen an Beinen und Thorax auf der angrenzenden Wiese gefunden wurde und zur Untersuchung in eine Klinik gekommen ist. Dabei handelte es sich möglicherweise um einen der beiden Angreifer, wie sich später herausstellte.

Ermittlungen dauern an

Denn zunächst flohen die beiden tatverdächtigen Messerstecher. Die Polizei leitete vor Ort jedoch sofort eine Fahndung ein und konnte den 18- und den 19- Jährigen in der Nähe aufgreifen. Der verletzte Verdächtige wurde unmittelbar nach erfolgter ärztlicher Vorstellung von den Beamten abgeführt. Nähere Angaben zur Schwere der Verletzungen bei den Geschädigten wurden zunächst nicht gemacht, dem Vernehmen nach besteht jedoch keine Lebensgefahr.

Noch unklar ist der Anlass des Konfliktes. Derzeit laufen Ermittlungen, um den Streithergang zu rekonstruieren. Auf Beschluss der Staatsanwaltschaft wurden beide Beschuldigten nach umfangreichen Vernehmungen am Nachmittag wieder aus dem Gewahrsam entlassen. Die Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung laufen indes weiter, betonte Katja Ritter, Sprecherin der Landespolizeiinspektion Gera, auf Nachfrage.

Aufsehen erregende Szenen am Abend

Während des Einsatzes am Mittwochabend spielten sich in Altendorf Aufsehen erregende Szenen ab. Wie ein am Einsatz beteiligter Helfer der OVZ schilderte, seien neben zwei Streifenwagen der Altenburger Polizei auch noch „um die acht“ Polizeifahrzeuge mit uniformierten und zivilen Beamten aus Gera angerückt.

Die Polizei hatte die gesamte Ortslage abgesperrt, Fahrzeuge des Rettungsdienstes rückten ebenso an, wie die Feuerwehr. Die Altenburger Berufsfeuerwehr leuchtete unter anderem bis gegen Mitternacht die große Wiese vor der Unterkunft mit Scheinwerfern aus, weil die Polizei dort die von den Tätern weggeworfene Tatwaffe vermutete. „Gefunden wurde dort allerdings kein Messer, weshalb der Einsatz um 0.19 Uhr für uns beendet war“, so Altenburgs Feuerwehrchef Meik Zimny.

Fünfzehn Bewohner in Privathaus

Derzeit sind in dem Gebäude fünfzehn Personen im Altern zwischen 19 und 40 Jahren untergebracht. Alle sind Männer und kommen aus Afghanistan, teilt das Landratsamt mit. Die Bewohner sind in drei Mehrraum-Wohnungen untergebracht. Der Großteil der Männer ist berufstätig, insgesamt acht gehen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach, zwei weiteren wurden Arbeitserlaubnisse erteilt, eine Person arbeitet ehrenamtlich in der Kleiderkammer.

Zu den übrigen Bewohnern bestehe nur gelegentlich Kontakt, da diese die Sozialberatung nicht aktiv in Anspruch nähmen, heißt es weiter. Einen Wachschutz vor Ort gibt es nicht, da es sich um Wohnungen in einem Privathaus handle.

Von Jörg Wolf und Kay Würker

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