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Altenburg Zwei Wettbewerbe - eine Gala
Region Altenburg Zwei Wettbewerbe - eine Gala
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21:03 07.05.2013
Ein Gruppenfoto vor dem großen Auftritt - die Teilnehmer auf den Stufen des Landestheaters. Quelle: Mario Jahn

Dann nämlich, wenn die besten Rezitatoren aus dem Wettbewerb "Jugend rezitiert" und die besten Musiker und Sängerinnen von "Jugend musiziert" gemeinsam auf der Bühne des Großen Hauses des Theaters stehen und ihre Gala zelebrieren wie am Samstagnachmittag.

Goethe geht noch weiter und sagt, dass die Musik allein die rechte Stimmung dafür schaffe, dass die Poesie erblühen könne. Das wurde ganz sinnfällig, als am Anfang der Veranstaltung Hannes Janitzek am Klavier Frederic Chopins Nocturne in Es-Dur spielte, das Publikum zu konzentrierter Aufmerksamkeit brachte und mit der Musik den Boden für die Worte von Bürgermeisterin Kristin Knitt. Sie nahm eigentlich vorweg, was die Mädchen und Jungen dann auf der Bühne zeigten: die Sprache als Verkleidung wunderbarer Gedanken, mit eigenem Standpunkt und eigener Note gestaltet.

Das diesjährige Thema "Du kannst mich mal ..." ist vielseitig auslegbar. In der Gala wurden zwei Schwerpunkte deutlich: Da gab es Gedichte über Störungen in den zwischenmenschlichen Beziehungen, wie sie von Lydia Erler, Tina Jung, Charlotte Lirbsch und Eileen Mätzold in einem eigenen interessanten Gedicht vermittelt wurden. In ihnen überwog die Melancholie und das Bedauern über Unverständnis und Ignoranz. Diese wenig positive Stimmung wurde aufgehoben durch humorvolle Texte, an deren Spitze zwei Liedtexte von Otto Reutter standen: Der Blusenkauf und der Überzieher. Nick Etzold und Paul Gerth beeindruckten nicht nur mit diesen ellenlangen Texten, sondern auch mit sprachlichem und gestalterischem Können.

Mit musikalischem Können überzeugten durchgehend die Vertreter des Wettbewerbs "Jugend musiziert". Nicht mit der Melodie zu "Ein Männlein steht im Walde" beeindruckte Isabell Schirmer auf dem Akkordeon, sondern mit den daraus erwachsenen vielfältigen Variationen. Sophia Etzold zeigte, welch wunderbare klassische Musik man mit der Blockflöte spielen kann, und Marlene Husung beendete die Gala mit einem Nachtflug auf der Violine.

Zwischendurch demonstrierten die beiden Sängerinnen Lena Braun und Doreen Markus in einer vollkommenen Stimmenharmonie, warum sie am Bundeswettbewerb teilnehmen dürfen. Zwei Lieder von Antonin Dvorak und zwei lustige Gesänge, darunter Das Taubenhaus, forderten starken Beifall des Publikums heraus.

Die Sängerinnen und Instrumentalsolisten wurden musikalisch geführt und am Flügel begleitet von Christiane Meier. Eileen Mätzold und Richard Pohle hatten die Moderation der Veranstaltung übernommen. Am Ende dankte die Vorsitzende des Altenburger Theatervereins, Barbara Grubitzsch, allen Beteiligten. An erster Stelle der Lehrerin des Friedrichgymnasiums Gudrun Rieß für die organisatorische Verantwortung der Gala, aber berechtigterweise vor allem den vielen Lehrern und den Eltern, ohne deren Hilfe und Anteilnahme solche Leistungen nicht möglich wären.

Hainich, Manfred

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