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Altenburg Zwei Wochen Zeit für Kunst - 15. Holzbildhauer-Pleinair in Garbisdorf eröffnet
Region Altenburg Zwei Wochen Zeit für Kunst - 15. Holzbildhauer-Pleinair in Garbisdorf eröffnet
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11:56 19.05.2015
Organisator Günter Lichtenstein (r.) begrüßte die zahlreichen Gäste und Künstler am Samstagabend zur Ausstellungseröffnung im Quellenhof. Quelle: Nicole Rathge-Scholz
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Garbisdorf

"Wir möchten mit dieser Veranstaltung zum einen den Künstlern eine Plattform bieten, aber auch den Besuchern den Zugang zur Kunst ermöglichen", erklärt Günter Lichtenstein vom Heimatverein. Ihm ist auch wichtig, dass das Pleinair im kleinen Rahmen bleibt. "Mehr als 15 Künstler sollen es nicht werden. Denn es soll ja die Möglichkeit geben, sich untereinander auszutauschen, zu fachsimpeln und auch gemeinsam Spaß zu haben. Bei einer größeren Gruppe wird dies schwierig."

15 Künstler aus nah und fern, werden auch diesmal ihr Können zeigen. Bis in die Schweiz hat sich dieses Künstlertreffen bereits herumgesprochen. Und das ist wirklich eine Leistung, wenn man bedenkt, das dieses Event eigentlich aus einer Not heraus entstanden ist. "Ein Bewohner im Ort, der sich in seiner Freizeit der Kunst widmete, hatte Unmengen an Holz gelagert, dem er nicht mehr Herr wurde", erzählt Lichtenstein. "Und so hatten sich sieben Leute im Jahr 2000 zusammengeschlossen und angefangen, dass Holz zu verarbeiten."

Zum ersten Mal dabei ist Claudia Düsing. Die 28-jährige aus Dresden wurde von ihrem Professor Uli Eisner angesprochen. "Ich bin jetzt fertig mit meinem Studium zur Theaterplastikerin und freue mich, hier wieder mal mit Holz arbeiten zu können." Die Dresdnerin ist begeistert von der Umgebung. "Ich genieße gerade die Ruhe, kein Auto- und Straßenbahnlärm. Spaziergänge durch die Gegend sind hier sehr inspirierend."

Auch der Leipziger Sebastian Harbort nimmt das erste Mal am Pleinair teil. Er hat vom Hörensagen von diesem Event erfahren. "Die Atmosphäre hier ist toll, und ich hoffe ein gutes Kunstwerk zu erschaffen. Ich habe auch schon etwas im Kopf, aber das verrate ich noch nicht", sagt der 39-Jährige und lächelt verschmitzt.

Um die 50 Gäste fanden sich neben den Künstlern am Samstagabend zur Vernissage und Ausstellungseröffnung im Quellenhof ein. Die Künstler präsentierten hier grafische Werke. Thomas Suchomel aus Altenburg kennt die Veranstaltung schon zwölf Jahre. Der Bildhauer philosophierte mit dem Odenwälder Künstler Friedrich Höfer über sein Kunstwerk Volks-Illusion, das 2013 entstanden ist. "Ich mache das vierte Mal mit und bin immer wieder begeistert. Die Stimmung ist immer sehr angenehm, alles ist toll organisiert, interessierte Leute können uns über die Schulter schauen und wir können gleichzeitig unsere Kunst bekannt machen", so der gebürtige Vogtländer, der seinen Lebensmittelpunkt aber seit Jahren im Odenwald hat. In diesem Jahr wird er an einem Relief weiterarbeiten, das er bereits im vergangenen Jahr begonnen hat und das nach der Fertigstellung in diesem Jahr den Scheunenbau des Quellenhofes zieren soll.

Organisator Lichtenstein erklärt indes, dass das zweiwöchige Pleinair keine Kunstschule sei: "Da würden die Künstler sicher nicht kommen. Es ist eher ein Lernen voneinander. Zudem ist es gern gesehen und gewünscht, wenn Besucher die Woche über im Quellenhof vorbeischauen und die Künstler bei ihrer Arbeit beobachten, aber auch befragen." Er müsse auch das Dorf loben, das vor allem am Pfingstwochenende die kreischenden Kettensägen akzeptiere, sagt der Einheimische. "Das ist nicht selbstverständlich." Zugleich weist Lichtenstein darauf hin, dass Pfingsten das "offene Atelier" mit Grafikbörse stattfindet und am 30. Mai zur Abschlussveranstaltung ab 17 Uhr mit einer Finissage, Kunstauktion und Livemusik geladen wird.

Nicole Rathge-Scholz

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