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"Zweimal windigem Investor aufgesessen"

"Zweimal windigem Investor aufgesessen"

Auf Antrag von OB Michael Wolf (SPD) soll ein Beschluss vom Dezember 2014 aufgehoben werden. Damals hatte der Stadtrat mehrheitlich der Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Areal zugestimmt, um einem Investor Kauf und Bebauung der Fläche zu ermöglichen.

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Nicht wiederzuerkennen - das Areal des ehemaligen, überaus beliebten Altenburger Nordbads an der Poststraße.

Quelle: Mario Jahn

Doch zu einem Kaufvertrag sei es nie gekommen. "Bis dahin ist dieser Vorgang nicht aufsehenerregend und entspricht gängigem Handeln. Denn es kann jederzeit vorkommen, dass sich Investoren zurückziehen", erklärt Peter Müller.

 

Es sei jedoch festzuhalten, dass er bereits damals auf Ungereimtheiten und Probleme im Geschäftsbetrieb des Investors, der laut Müller mittlerweile zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt wurde (AZ LG Münster 13 Ns 72/12), hingewiesen habe. So seien von ihm als Chef einer anderen Firma auf dem Gelände des ehemaligen Staubsaugerproduzenten "Omega" nahe des Nordbades Altreifenberge angehäuft und Müll in Größenordnungen abgelagert worden. Nach Konkurs der Firma mussten, so Müller, die Hinterlassenschaften auf Kosten der Steuerzahler entsorgt worden. "Doch alsbald war der Investor wieder da, und es wurde für seine neue Firma der besagte Aufstellungsbeschluss gefasst", erinnert sich der Pro-Altenburg-Chef. Doch seine sachlichen Einwände hätten insbesondere von Seiten der SPD-Fraktion - da es sich ja um eine Vorlage ihres Oberbürgermeisters handelte - nur ein müdes Lächeln geerntet.

 

Nun soll der Beschluss aufgehoben werden. "Doch die Fläche wurde seitens des Investors bereits so behandelt, als sei sie sein Eigentum. So wurden Bäume gefällt, das Becken des Nordbades verfüllt und vieles mehr", moniert Peter Müller und stellt deshalb öffentlich Nachfragen: Gab es für das Fällen der Bäume und das Zuschütten des Beckens eine Genehmigung? Was wurde dort überhaupt hineingeschüttet? Wurden außerdem Grenz- beziehungsweise Gemarkungssteine entfernt, und muss das Gelände deshalb neu vermessen werden? Was werden die Stadtverwaltung und der OB zur Verfolgung des offensichtlich zugefügten Schadens unternehmen?

 

"Die Stadt ist zweimal einem windigen Investor aufgesessen, obwohl das bei überlegtem Vorgehen hätte vermieden werden können. Die Zeche zahlen wieder die geprellten Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt", so Müller.

Ellen Paul

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