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Zwölf Schulen bekommen Sozialarbeiter

Zwölf Schulen bekommen Sozialarbeiter

September nehmen Jugendsozialarbeiter ihre Arbeit in zwölf Schulen des Landkreises auf. Die Auswahl und die Kriterien dafür hatte der Jugendhilfeausschuss des Kreistages auf seiner Sitzung am Mittwoch vorgenommen.

Am 16. Allerdings wurde kritisiert, dass das Auswahlverfahren zu überstürzt und nicht durchdacht genug durchgeführt wurde.

 

Das Projekt wird bis 2014 vom Land Thüringen finanziert, für weitere zwei Jahre müssten die Kommunen die Kosten tragen. Den Zuschlag erhielten zwei Berufsbildende Schulen, neun Regelschulen und ein Gymnasium. Insgesamt hatten sich 16 Schulen um einen Jugendsozialarbeiter beworben. Die Auswahl erfolgte anhand von Kriterien, wobei maximal 115 Punkte erreicht werden konnten, jedoch mindestens 58 nötig waren. Ein Schwerpunktbereich der Bewerbung waren Verhaltensauffälligkeiten, sozialschwache Familien, Mobbing, illegale Drogen, Kriminalität, Schulverweigerung, Schüler mit Migrationshintergrund, Freizeitangebote sowie Schülerzahlen.

 

Oberste Priorität bei der Auswahl hatten die Berufsbildenden Schulen, gefolgt von Regelschulen und Gymnasien, von denen mit dem Christlichen Spalatin-Gymnasium nur eine Einrichtung ausgewählt wurde. Hier überzeugte die Jury, dass viele der Schüler jeden Tag aus den entlegendsten Winkeln des Altenburger Landes in ihre Schule pilgern und einige von außerhalb des Landkreises kommen. Das erschwert die sozialen Kontakte zwischen den Schülern, wo die Jugendsozialarbeit ansetzen könnte.

 

Die Auswahl der zwölf Schulen erfolgte einstimmig. Trotzdem gab es eine kontroverse Diskussion. Carla Nebel, die beratendes Mitglied und Lehrerin an der Rositzer Grund- und Regelschule Insobeum sowie Sonderpädagogin ist, sah die Punkte-Auswertung kritisch: "Es kommt mir vor wie eine Hau-Ruck-Aktion. Keiner der Ausschuss-Mitglieder war vor Ort in den Schulen, um sich ein Bild vom Alltag der Schüler zu machen. Wir hätten uns mehr Zeit nehmen sollen". Zudem fand sie die Forderung eines eigenen Büros für die Sozialarbeiter übertrieben. Sie bezweifelte, dass deren Tätigkeit vom Schreibtisch aus ihre Wirkung und Nachhaltigkeit erzielen wird. Ihrer Meinung nach würde die unangenehme Atmosphäre eines Büros die Schüler eher abschrecken.

 

Frank Tanzmann (CDU), der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, entgegnete, dass alle Schulen die gleichen Voraussetzungen hatten und gerecht beurteilt wurden. Er räumte ein, dass man die Schulen tatsächlich nur von außen betrachtet habe. "Der Ausschuss wird aber in nächster Zeit prüfen, inwieweit die Voraussetzungen und Angaben der Schulen richtig sind und erfüllt wurden. Falls sich Änderungen ergeben, kann im Ernstfall eine andere Schule nachrücken", kündigte Tanzmann an.

 

Für die Absicherung der schulbezogenen Jugendsozialarbeit hatten sich vier Träger beworben: das Landratsamt, das Innova Sozialwerk, das Meuselwitzer Bildungs-Zentrum und der Caritasverband Ostthüringen, die auch den Zuschlag erhielten - allerdings nicht ohne Kritik. Für einige der Mitglieder des Ausschusses war zu wenig Systematik erkennbar. Sie sahen die Zergliederung in vier Träger als schwierig an. Das Landratsamt wäre als gemeinsame Koordinationsstelle die bessere Wahl gewesen. Trotzdem wurde dieser Punkt, wenn auch äußerst knapp, mit drei Ja-, zwei Nein-Stimmen und sechs Enthaltungen angenommen.

 

Beteiligte Schulen:

 

Johann-Friedrich-Pierer-Schule

 

Schule für Wirtschaft und Soziales

 

Regelschule Nöbdenitz

 

Gemeinschaftsschule "Erich Mäder"

 

Regelschule "Gebrüder Reichenbach"

 

Regelschule Gößnitz

 

Regelschule Meuselwitz

 

Landschule Treben

 

Regelschule Schmölln

 

Regelschule "Dietrich Bonhoeffer"

 

Wieratalschule

 

Spalatin-Gymnasium Altenburg

Doreen Schellenberg

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