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Altenburg rühling startet mit Zoff um Weihnachtsaktion
Region Altenburg rühling startet mit Zoff um Weihnachtsaktion
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19:51 04.03.2012

Von Alexander Laboda

Aber die Geschichte der Reihe nach: Vor wenigen Tagen, konkret am 24. Februar, versendete die Begegnungsstätte der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Altenburg eine Ankündigung zu einer Veranstaltung, um "über die Aktion Weihnachten im Schuhkarton zu informieren". Diese wurde in der OVZ abgedruckt, woraufhin sich Rosemarie Walter mit einer Beschwerde bei der Redaktion meldete. Die Nobitzerin erklärte, dass es bei der besagten Veranstaltung eben nicht um die bekannte, nach eigenen Angaben weltweit größte Geschenke-Aktion gehen könne, weil diese hierzulande von ihr persönlich als sogenannte Sammelstellenleiterin federführend organisiert werde. Folglich müsse es so sein, dass die Expertin, die bei der Arbeiterwohlfahrt zur Karton-Packerei informieren wolle, dort falsche Angaben gemacht hat und für eine andere Aktion wirbt. Und dies nicht zum ersten Mal: "So weit ich weiß, geht es bei dieser anderen Aktion um Hilfe für Rumänien. Aber diese Leute fahren auf unserer Schiene mit", klagte Walter.

War hier eine Hochstaplerin am Werk, die arglose, mildtätige Senioren täuschte? Ein Anruf bei der Awo sollte Aufklärung bringen. Doch auch dort herrschte Verwirrung. "Wir sind uns keiner Schuld bewusst, sitzen zwischen den Stühlen", sagte eine Mitarbeiterin und bat die OVZ, der Sache auf den Grund zu gehen.

Licht ins Dunkel konnte nun ausschließlich die Referentin bringen, deretwillen die Awo-Einladung verschickt wurde, namentlich Ursula Weber. "Unsere Aktion, die wir schon seit vielen Jahren von Gößnitz aus durchführen, heißt Weihnachtsfreude im Schuhkarton", erklärte Weber. Daher müsse der Fehler bei der Awo liegen, die dies in ihrer Einladung falsch wiedergegeben habe. Damit hätte die Angelegenheit als erledigt gelten können. Doch Weber ärgerte sich nun über die Verantwortlichen der Nobitzer Aktion. Diese habe im November sogar von der Gößnitzer Zuarbeit profitiert, als nämlich die gepackten Geschenke aus der Awo-Begegnungsstätte von den dortigen Mitarbeitern fälschlicherweise zur Sammelstelle der Original-Aktion Weihnachten im Schuhkarton gebracht wurden. Weber: "Darüber waren wir auch sehr sauer. Das haben wir dann aber in Gesprächen geklärt."

Damit lag der Schwarze Peter wieder bei der Awo. Und die bestätigte bei nochmaliger Anfrage nicht nur den falschen Paketversand, sondern nahm auch die Verantwortung für das aktuelle Missverständnis auf sich. "Wir können uns nur entschuldigen. Den Schuh müssen wir uns anziehen", so die Awo-Sprecherin. Aus Unwissenheit darüber, dass es mehrere Aktionen gibt, die Geschenkpakete für Bedürftige schnüren, habe die entsprechende Mitarbeiterin den Namen der überregional bekannten Aktion gewählt.

Also Ende gut, alles gut? Leider nicht. Denn auf die Rückfrage bei Frau Walter in Nobitz, ob das Problem damit aus der Welt sei, berichtete diese, dass die Geschenke im November gar nicht irrtümlich bei ihrer Sammlung gelandet seien. Vielmehr hätten ihr die Awo-Verantwortlichen versichert, der Einrichtung sei es wichtig, an der Originalaktion teilzunehmen.

Es bleibt zum Verdruss des Publikums abschließend lediglich ein letzter Hoffnungsschimmer: Frau Walter möchte nun persönlich mit Frau Weber in Kontakt treten, um den Zwist beizulegen und die Angelegenheit mit der Awo zu klären. Bis zum Fest der Liebe und Besinnlichkeit bleibt hierzu ja noch ausreichend Zeit.

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