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12 Punkte, die in diesem Jahr für Bad Düben von Bedeutung sind

12 Punkte, die in diesem Jahr für Bad Düben von Bedeutung sind

Obermühle, Stadtumbau, Kurstadtstatus und Wahlen - vier von zwölf bedeutsamen Punkten, die dieses Jahr auf der Agenda in Bad Düben stehen. Was im Jahr 2014 das politische Geschehen in der Stadt bestimmen wird, an welchen Stellen mit Nachdruck gearbeitet werden muss und was die großen Herausforderungen für Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG), die Stadtverordneten und Verwaltung sind - die Kreiszeitung gibt einen Überblick.

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Blick auf das Gebäude der alten Ölmühle, das ab 2014 saniert wird.

Quelle: Nico Fliegner

Bad Düben. Kommunalwahlen: Wer zieht ins Rathaus ein und wird Bürgermeister oder Bürgermeisterin? Und wer sitzt künftig im Stadtparlament? Beantworten können diese Fragen einzig die Wähler - und zwar am 16. März, wenn Bürgermeister-Wahl ist, und am 25. Mai, wenn Stadtratswahlen sind. Derzeit hat Amtsinhaberin Astrid Münster (FWG, 41) gute Karten, ein zweites Mal erfolgreich durch die Ziellinie zu laufen. Einen Herausforderer gibt es bis jetzt nicht, ebenso keinen Wahlkampf. Sollte dies so bleiben, dürften die Wochen bis zum Wahltermin unspektakulär werden - und die Wahl als solche ebenso.

Stadtumbau: Der hat bereits Ende 2013 mit dem Abriss eines Wohnblockes Am Schalm begonnen. In diesem Jahr soll unter anderem der Platz zwischen Oberschule und Ex-Kaufhalle neu gestaltet werden. Die Stadt verlagert damit den Schwerpunkt von der Altstadt ins nördliche Wohngebiet, wo seit Jahren Handlungsbedarf besteht. Verschiedene Sanierungsmaßnahmen bekommt die Kommune von Bund und Land gefördert. Vorhaben, die über 2014 hinaus andauern werden.

Museumsdorfgelände: Auch dort kann dieses Jahr endlich gebaut werden - aus dem Gebäude der alten Ölmühle werden Schauwerkstätten. Für den Museumsdorfverein bedeutet das zunächst Entbehrungen, sobald die Bagger rollen. Veranstaltungen werden dieses Jahr auf Sparflamme gefahren. Etwa 960 000 Euro wird die Stadt insgesamt investieren, 750 000 Euro davon sind Fördermittel. Bis 2016 wird dann saniert. Damit wird der touristische Magnet im Norden der Kurstadt ein Stück weit mehr aufgewertet.

Bootsanleger: Auch der soll 2014 errichtet werden - und zwar am Lauch in der Nähe der Muldebrücke. Denn Bad Düben will nicht nur für Radfahrer und Wanderer attraktiv sein, sondern künftig auch für Wassertouristen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 71 000 Euro, wobei die Kommune mit einer Förderung in Höhe von 80 Prozent rechnet. Und ganz nebenbei bringt so eine Investition auch noch Pluspunkte bei der Verteidigung des Kurstadtstatus.

Kurstadtstatus: Um den 2015 erneut verliehen zu bekommen, muss die Stadt in den nächsten Monaten Vorarbeiten erledigen. Bad Düben sieht sich gut gewappnet. Einzig eine neue Klimamess-Station ist erforderlich - nach jetzigem Stand wohl das einzige Kriterium, das bislang nicht erfüllt wird. Außerdem wird weiter in die touristische Infrastruktur investiert - die Kurbetriebsgesellschaft will einen Ferienwohnungskomplex am Heide Spa bauen.

Ex-Gymnasium: Der Streit mit dem Bund ist nach wie vor ungelöst. Es geht um etwa 450 000 Euro, die Bad Düben an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben zahlen soll. Der Fall ist beim Landgericht Leipzig anhängig. Das wird voraussichtlich dieses Jahr einen Vergleichsvorschlag erarbeiten. Bedeutet: Bad Düben muss zahlen. Fraglich ist jedoch die Höhe des Betrages.

Innenstadtentwicklung: Diesen Punkt hat sich Stadtchefin Astrid Münster persönlich auf die Fahne geschrieben und noch 2013 eine Innenstadtinitiative gegründet. Ziel: Das Einkaufen in Bad Düben soll hin und wieder zum Erlebnis werden. Dazu werden verschiedene Anlässe genutzt, zu denen die Händler gemeinsame Aktionen starten.

Energiesparstadt: Hier wird es spannend, ob der Ökologische Beirat sein Projekt Energiegenossenschaft in Bad Düben auf den Weg bringen wird. Bislang fehlte es an Mitstreiter und Unterstützer aus Politik und Wirtschaft. Bad Düben ist anerkannte Energiesparstadt, hat im vorigen Jahr zum dritten Mal den europäischen Energiepreis verliehen bekommen.

Friedhofsmauer: Wünschenswert ist, wenn sich dieses Jahr endlich etwas an der maroden Mauer tut. Seit Jahren schieben Stadtverwaltung und Kirchgemeinde das leidige Thema vor sich her. Letzter Stand zur Problematik: Gefunden werden soll zunächst eine Alternative zur bislang kostenintensiven Sanierungsvariante. Man darf also gespannt sein, ob die 2014 auch gefunden wird.

Landesturnfest: Bad Düben wird erneut Gastgeber von Tausenden Menschen - und zwar Ende Mai. Dann trägt die Stadt das Sächsische Landesturnfest aus. Das bedeutet vor allem eine organisatorische Herausforderung. Erwartet werden Sportgruppen aus dem gesamten Freistaat.

Ortsumgehung Wellaune: Kommen die Pläne für den Bau einer Ortsumfahrung für Wellaune endlich voran? Das wird die Wellauner auch in diesem Jahr beschäftigen. Locker lassen wollen sie nicht, doch müde sind sie allmählich geworden. Denn Bewegung ist nicht wirklich erkennbar. Vielleicht bringt die geplante Straßenbegehung in den nächsten Tagen neue Erkenntnisse?

Schweinemastanlage Wellaune: Ob Stadt und Bürgerinitiative die Erweiterung auf 37 000 Tiere verhindern können, wird der Ausgang des B-Plan-Verfahrens zeigen. Das könnte 2014 abgeschlossen werden. Doch der Investor hat Klagerecht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.01.2014
Nico Fliegner

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