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Bad Düben 17. Deutscher Mühlentag wird für die Region Nordsachsen in Laußig eröffnet
Region Bad Düben 17. Deutscher Mühlentag wird für die Region Nordsachsen in Laußig eröffnet
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11:56 25.05.2010
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20 Mühlenstandorte in 15 verschiedenen Orten in Nordsachsen beteiligten sich mit ihren Präsentationen, kulturellen Darbietungen und bunten Programmen am Aktionstag. Sachsenweit waren es über 180. Müllermeister Peter Schüßler, der auch Vorsitzender des Vereins Mühlenregion Nordsachsen ist, lobte den Veranstaltungsort Laußig. Denn die Krägers hatten ein großes Festzelt aufgebaut und das war proppenvoll. „Die Motormühle hier ist eine wahre Kunstmühle, ein Schmuckstück", drückte der Vereinschef zudem seine Begeisterung für die Technik aus. Bereits 1936 wurde die Mühlentechnik mit einem Dieselmotorantrieb in das Wirtschaftsgebäude des Dreiseitenhofes eingebaut. Am Standort selbst wurde 1807 eine Bockwindmühle errichtet. Diese brach 1943 auseinander. Heute steht nur noch der Bock. Die Motormühle wurde bis 1956 betrieben und bis 1990 noch zeitweise genutzt. Familie Kräger rekonstruierte die Gebäude Anfang der 1990er-Jahre und integrierte Büroräume für die Nutzung des eigenen Heizungs- und Sanitärbetriebes (20 Mitarbeiter). „Ich bin stolz, dass mein Vater die Mühle erhalten und keine Teile verkauft hat", sagte die Gastgeberin Heidrun Kräger bei der Begrüßung im Zelt und lud die Besucher zu einem interessanten und abwechslungsreichen Tag ein. Und den konnte auch der zeitweise starke Regen nicht vermiesen.  

Laußig. Wehende Fahnen, fallende Tropfen und strömende Besuchermassen - die Motormühle Kräger in Laußig erlebte gestern einen Ansturm im wahrsten Wortsinn. Schirmherr Michael Czupalla (CDU) eröffnete um 10 Uhr den 17. Deutschen Mühlentag für die Mühlenregion Nordsachsen.

  Töpfer, Seiler, Korbmacher, Schmied, Blumenbinder und Seiler zeigten ihr altes Handwerk im Handwerkerdorf. Musikalischen Frohsinn verbreitete die Lose Skiffle Gemeinschaft Leipzig. Auf der Festwiese zogen die Bauern bei ihrer Olympiade die Blicke auf sich. „Wir wollten mal raus an die frische Luft mit unserer Tochter. Auch wenn das Wetter nicht unbedingt dazu einlädt. Nele ist sechs Monate und braucht frische Luft. Hier ist ganz schön was los, jetzt stehen erst einmal Bratwurst und Bier auf dem Programm und dann sehen wir weiter", sagten Dana und Heiko Bundesmann aus Eilenburg. Der Landrat nutzte die Gelegenheit, um die Gäste über ein paar Neuigkeiten zu informieren. So sei beispielsweise neben den drei bestehenden Radwandertouren von Mühle zu Mühle eine weitere von Leipzig in den Landkreis konzipiert. Zudem werde die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenunterhaltung ihre Jahrestagung im Juni in Bad Düben durchführen. Die Kurstadt könne sich dann auf 180 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet freuen. Der Verein Mühlenregion feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Dazu Czupalla: „Diesem Verein sowie den vielen Akteuren vor Ort ist es zu verdanken, dass das alte Müllerhandwerk erhalten und Wissenswertes an künftige Generationen weiter vermittelt werden kann." Besonders hob Czupalla das Zusammenspiel der verschiedenen Mühlenstandorte und die gemeinsame Vermarktung unter dem Slogan „Mühlenregion Nordsachsen" hervor. Auch der erste Mühlentag ertrank im Regen, erinnerte sich Schüßler: „Wenn es am Vormittag regnet, scheint nachmittags die Sonne". Das stimmte. Wenn sich die Sonne blicken ließ, zog sie die Besucher magnetisch an. „Ich mache seit zwölf Jahren den Mühlentag mit, so viel Regen habe ich noch nie erlebt. Trotzdem können wir zufrieden sein, die Angebote haben gestimmt und wurden gut angenommen", resümierte Andrea Heyn.

Frank Pfütze

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