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20 Jahre Bundespolizei in Bad Düben - über 2500 Besucher schauen hinter die Kulissen

20 Jahre Bundespolizei in Bad Düben - über 2500 Besucher schauen hinter die Kulissen

„Die Polizei – dein Freund und Helfer". Diesem Motto wurden am Sonnabend die Bad Dübener Bundespolizisten mehr als gerecht. Zum fünften Mal öffneten sich in der Dienststelle die Tore.

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Ein Polizist der Diensthundestaffel Leipzig zeigt, wie die Arbeit mit Spezialhunden erfolgt.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Über 2500 Neugierige blickten den ganzen Tag hinter die Kulissen.

Die Polizisten haben sich richtig ins Zeug gelegt und kurzweilige sechs Stunden Polizeialltag auf die Beine gestellt. „Ich freue mich, dass ich zum fünften Tag der offenen Tür, der gleichzeitig Festveranstaltung zum 20-jährigen Standortjubiläum in Bad Düben ist, so viele Ehemalige, Freunde und Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft begrüßen kann. Damit drücken sie ihre Verbundenheit zu uns aus", begrüßte Polizeidirektor Jürgen Kollenrott die Besucher. Er hielt sich nicht lange mit seiner Vorrede auf und lud alle Anwesenden ein, sich in der Liegenschaft umzuschauen.

Spektakulär ging es an der Sporthalle zu. Dort hatte die Diensthundestaffel Leipzig Aufstellung genommen. Die Schutz- und Sprengstoffhunde Hugo, Betty und Aaron waren schon ganz scharf, endlich loslegen zu dürfen. Die Zuschauer erfuhren, dass ein Vierbeiner etwa drei Jahre ausgebildet wird, ehe er für den Polizeidienst tauglich ist.

Gleich nebenan hatte sich ein Demonstrant auf einen Baum geflüchtet und ein Transparent enthüllt. „Das ist hier nur eine simulierte Lage. Gerade bei den Castor-Transporten haben wir es mit solchen Leuten zu tun, die sich mittels Seilen und Gurten in den Weg des Transportes hängen. Hier müssen dann unsere Spezialisten der Höhenrettung ran, um sie vom Baum zu holen", erklärte ein Beamter.

Großen Zuspruch hatten auch die drei Spezialhubschrauber. Während ihres Aufenthaltes waren sie ständig dicht umlagert. Vor allem die jüngsten Besucher nutzten die Chance, einmal in ihnen Platz zu nehmen. Auch der Truppentransporter „Super-Puma" zog die neugierigen Blicke auf sich. „Der kommt bei Transporten, aber auch bei Löscheinsätzen zum Einsatz", erklärte Flugtechniker Michael Escher von der Flugstaffel Blumberg.

Mit einer Explosion auf dem Sportplatz ging das Programm weiter. Hier demonstrierte der Entschärferdienst der Polizeidirektion Pirna, was passiert, wenn man mit nicht zugelassenen pyrotechnischen Erzeugnissen aus Polen und Tschechien hantiert. Es können schwerwiegende Verletzungen am ganzen Körper auftreten.

In der gesamten Dienststelle gab es viel zu entdecken. Und man konnte sich sogar ein Autogramm einer Silbermedaillengewinnerin der Olympischen Sommerspiele aus London sichern. Ruderin Annekatrin Thiele beantworte die neugierigen Fragen. „Ich bin seit 1999 in der Sportfördergruppe der Bundespolizei. Deswegen darf ich elf Monate im Jahr trainieren und habe nur ein Monat Praktikum. Nach meiner sportlichen Karriere werde ich dann den ganz normalen Dienst antreten", sagte die Olympiazweite.

Mit einer Großübung endete schließlich der Tag der offenen Tür in Bad Düben, der spektakulär und interessant war.

Hintergrund:

Seit 1992 befindet sich in Bad Düben die Dienststelle der Bundespolizei, eine polizeiliche Einsatzeinheit, die neben neun weiteren Bundespolizeiabteilungen der Direktion Bundesbereitschaftspolizei mit Sitz in Fuldatal unterstellt ist. Beschäftigt sind 652 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 584 Polizeivollzugsbeamte (über 24 Prozent Frauen), 13 Verwaltungsbeamte, 51 Tarifbeschäftigte sowie vier Azubis. In die Gebäude und technischen Einrichtungen wurden bis zum Jahr 2010 etwa 51 Millionen Euro investiert. In der Stadt Bad Düben und im Umland wohnen 532 Angehörige der Bundespolizei. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Standort der Abteilung stellen einen Wirtschaftsfaktor von zirka 32 Millionen Euro pro Jahr dar. (nf)

Steffen Brost

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