Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben 23 neue Zimmer – Bad Dübener Heide-Spa-Hotel wird größer
Region Bad Düben 23 neue Zimmer – Bad Dübener Heide-Spa-Hotel wird größer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:06 01.03.2017
Das HEIDE-Spa-Hotel&Resort in Bad Düben soll ab April einen Anbau bekommen. Dieser wird wie der Hotel-Bau selbst von der Schkeuditzer Vollack-Gruppe realisiert. Quelle: Wolfgang Sens LVZ
Anzeige
Bad Düben

Das Bad Dübener HEIDE -SPA-Hotel & Resort geht in die Breite. 23 neue Zimmer sollen ab April dazukommen, 46 Gäste mehr können übernachten. 98 Doppelzimmer, Junior-Suiten und Suiten sind es dann insgesamt. Die Stadt hat ihr gemeindliches Einvernehmen für den Anbau bereits erteilt. Und dass die Baugenehmigung hoffentlich nur noch Formsache ist, davon geht Kurdirektor Ole Hartjen fest aus. Im April soll es losgehen, Ende Januar 2018 alles fertig sein. Zur Investitionssumme gibt es noch keine konkreten Angaben. Hartjen zufolge beträgt sie mehrere Millionen Euro. Gestemmt werden müsse dies allein, Zuschüsse seien nicht zu erwarten.

Anbau statt Ferienwohnungen

Dass der Hotelanbau kommt, heißt, die Ferienwohnungen stehen hintenan. Schon bei seinem Amtsantritt vor einem Jahr hatte Ole Hartjen davon gesprochen, dass es für das von seinem Vorgänger Reiner Heun angeschobene Projekt keine Fördermittel geben wird und die Gesellschafter vor der Frage stehen, wie Anspruch und Wirklichkeit in Einklang gebracht werden können. Denn klar war zu diesem Zeitpunkt längst, dass deutlich mehr Kapazitäten gebraucht werden. Natürlich sei das Projekt Ferienappartements sehr interessant: „Aktuell ist aber die Nachfrage des Individual- und Tagungs-Gastes nach Übernachtungsmöglichkeiten sehr hoch und wir können sie zeitweise kaum noch bedienen.“ Das Hotel sei schon jetzt jedes Wochenende und in den Ferienzeiten komplett ausgebucht, Tagungsanfragen müssten mit dem Verweis auf fehlende freie Zimmer abgesagt werden. „Ich hatte damals errechnet, dass rund 20 bis 25 Zimmer als ständiges Angebot fehlen. Deshalb habe ich den Gesellschaftern vorgeschlagen, zu überlegen, ob es sinnvoll ist, die Ferienwohnungen jetzt zu bauen. Noch 2016 ist die Entscheidung gefallen, das Projekt zu ändern“, so Hartjen.

Endgültig zu den Akten gelegt ist damit der Gebäudekomplex mit den Appartements nicht. Die Umsetzung des Kurortentwicklungskonzeptes sieht perspektivisch in der Verlängerung des Hotel-Geländes hin zur Obermühle die Errichtung eines Naturheilkundezentrums vor. „Da könnten wir uns mit Ferienwohnungen beteiligen“, blickt Hartjen voraus.

Auslastung soll 2017 auf 80 Prozent steigen

Im Fokus steht aber jetzt zunächst der Anbau. Die Positiv-Bilanz der letzten Jahre legt die Messlatte für die nächsten noch höher. „Wir haben 2016 die Auslastung von 70 auf 75 Prozent steigern können. Ziel für Ende dieses Jahres sind 80 Prozent“, so Hartjen. In Zahlen ausgedrückt heißt das: Übernachteten 2015 jährlich rund 31 200 Gäste im Hotel, waren es im Vorjahr 32 600 und sollen es in diesem Jahr mindestens 34 000 sein. Der Kurdirektor ist optimistisch: „Zwei Monate sind um, wir liegen auf Kurs.“ Der 52-Jährige setzt auf unbedingten Dienstleistungscharakter und Mitarbeiter-Motivation und sagt: „Wir brauchen keine goldenen Wasserhähne, aber engagierte Mitarbeiter. Und das muss von oben vorgelebt werden.“ Er könne aber darauf vertrauen, „ein tolles Team“ um sich zu haben.

Ab 2018 werden die Übernachtungszahlen noch höher liegen – klar, bei dann fast 100 Zimmern. Von den geplanten 23 sind 14 als Doppelzimmer und 9 als Junior-Suiten vorgesehen. Komplett alle erhalten eine Klima-Anlage, Balkon oder Terrasse. „Das ist bisher nicht so, nur einige Zimmer haben Balkone, wir rüsten aber schon nach.“ Die Preise werden sich weitgehend im bestehenden Segment bewegen: Das Doppelzimmer kostet aktuell ab 134 Euro, zur Einzelbelegung ab 79 Euro die Nacht, die Junior-Suite gibt es ab 149 Euro. Die neuen Junior-Suiten sind mit rund 170 Euro etwa zehn Prozent teurer als die bisherigen, dies hänge mit der hochwertigeren Ausstattung zusammen.

Synergieeffekte für Kurbetriebsgesellschaft

Die steigenden Gäste-Zahlen bedeuten auch, dass der Restaurant-Bereich erweitert werden muss. Mit fast 100 Zimmern könne zum einen die Nachfrage gedeckt werden, andererseits eine „bessere Wirtschaftlichkeit dargestellt werden, als es mit 75 Zimmern der Fall ist.“ Eine Entwicklung, von der die ebenfalls unter Hartjens Leitung stehende Kurbetriebsgesellschaft mit Bad, Sauna, Fitness, Wellness und Beauty sowie Gastronomie und Veranstaltungsbereich aufgrund der bestehenden Synergien profitieren kann.

Von Kathrin Kabelitz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das ehemalige Gymnasium in der Durchwehnaer Straße soll wieder Schule werden. Für den ab Spätsommer geplanten Umbau zum evangelischen Schulzentrum gaben jetzt die Statiker grünes Licht. Ein wichtiges Signal auch für die Banken, die sieben Millionen Euro Kredit geben sollen.

28.02.2017

Je eine halbe Pfarrstelle gibt es noch für die evangelischen Kirchgemeinden in Eilenburg und Bad Düben. Zurzeit ist diese gemeinsam, aber nur bis zum August mit Gerry Wöhlmann besetzt. Deshalb muss bald entschieden werden, wie es weitergeht.

27.02.2017

Und? Greifen Sie auch so gerne zu Pinsel und Buntstiften, könnten stundenlang Bilder von Schlössern, Blumen und Tieren ausmalen, um darin meditative Entspannung zu finden? Toll! Dann geht es Ihnen wie Millionen anderen Menschen. Malbücher für Erwachsene sind nämlich der Mega-Trend.

26.02.2017
Anzeige