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Bad Düben 25 Jahre Polizeischiff "Bad Düben"
Region Bad Düben 25 Jahre Polizeischiff "Bad Düben"
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15:55 19.05.2015
Die BP 23 "Bad Düben" auf hoher See. Quelle: Bundespolizei

An der Veranstaltung nahm Bürgermeisterin Astrid Münster und ihre Stellvertreterin Edith Scheeren (beide FWG) teil sowie ein Vertreter der Dübener Bundespolizeiabteilung. Einem breiten Publikum ist das Schiff durch die ZDF-Serie "Küstenwache" bekannt.

Von Nico Fliegner

Die Partnerschaft ist eng und innig - und das seit vielen Jahren. Seit das Patrouillenboot am 7. August 1996 von der Peenewerft Wolgast an den Bundesgrenzschutz übergeben und auf den Namen "Bad Düben" getauft wurde, pflegen Stadtverwaltung und eine kleine Gruppe um Bildchronist Otto Koltermann gute Beziehungen in den Norden der Republik. Auch Alt-Bürgermeister Eckehard Tulaszewski schipperte schon des öfteren zu diversen Anlässen mit dem Boot über die Ostsee, schwärmt noch heute von den Erlebnissen. "Das ist nicht nur eine Partnerschaft, die auf dem Papier steht, sondern zahlreiche gemeinsame Aktivitäten zwischen der Besatzung, Mitarbeitern der Bundespolizei und Bürgern unserer Stadt zeugen von einer freundschaftlichen Beziehung", ließ Tulaszewski in seiner aktiven Amtszeit immer wieder gern verlauten.

Tatsächlich deutet in der Kurstadt einiges auf die Partnerschaft hin: Bei der Bürgermeisterin hängt ein Steuerrad im Büro, es gibt unzählige Bilder. Im Rathausfoyer ist gar das Modell des Schiffes ausgestellt. Die Idee, das Patrouillenboot nachzubauen, kam seinerzeit von Heimatforscher Hans Funk. Modellbauer Günther Aleit war sofort davon begeistert. Koltermann besorgte dementsprechende Pläne und der Schwemsaler begann mit der filigranen Arbeit, die am Ende 500 Stunden beanspruchte.

Des Weiteren wird in der Gaststätte "Weltenbummler" in Bad Düben die Partnerschaft lebendig. Dort gibt es seit 2009 eine Traditionswand. Zu sehen ist unter anderem eine originale Seekarte, die die Besatzung mitbrachte. Sie zeigt Ausschnitte der Ostsee mit den Gewässern um die Insel Fehmarn. Zahlreiche Bilder mit kurzen Hintergrundinformationen runden das "Mini-Museum" ab.

Am Freitag nun genoss Münster, die gerade mit ihren Kollegen vom Städtebund Dübener Heide auf Tour ist, das Ostsee-Flair. Sie nahm an einer Feierstunde und einer anschließenden Fahrt an Bord der BP 23 "Bad Düben" teil. "Wir haben natürlich auch ein Geschenk vorbereitet", sagte die Stadtchefin. Ein heidetypisches, ein Biber-Maskottchen sei überreicht worden. Ob das künftig neben dem großen Steuerrad des Kapitäns seinen Platz findet - wer weiß? Auf jeden Fall wird der 25. Geburtstag abermals in die Annalen hiesiger Geschichtsfreunde eingehen. Heimatfreund Koltermann hat in den vergangenen Jahren eine aus Fotos, Dias und Dokumenten bestehende Chronik erarbeitet, die inzwischen über 500 Seiten umfasst und vor allem reichlich Bildmaterial enthält. Mit dem gestrigen Jubiläum dürfte viel neues dazukommen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.09.2013

Nico Fliegner

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