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40 Jahre Dialysezentrum in Bad Düben

40 Jahre Dialysezentrum in Bad Düben

Seit 40 Jahren gibt es die Dialyse in Bad Düben. Anlässlich dieses Jubiläums werden sich dieser Tage ehemalige Schwestern und Ärzte sowie das heutige Team der Dialysepraxis treffen.

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Nephrologe Jörg Schletter mit Patientin Elvira Pfennig und Schwester Cornelia Kauley in der heutigen modernen Praxis in der Bitterfelder Straße.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Eingeladen sind auch Vertreter der umliegenden medizinischen Einrichtungen und Kooperationspartner.

Die Geburtsstunde hatte die Dialyse am 8. Oktober 1973. Damals berichtete die LVZ, dass anlässlich des 24. Jahrestages der DDR das Dialysezentrum im Waldkrankenhaus Bad Düben seiner Bestimmung übergeben wurde. Es war eine der ersten Dialyseeinrichtungen im Land. Doktor Volkmar Kleint leitete damals das Zentrum als Abteilung der Klinik mit anfangs fünf Behandlungsplätzen. Ihm folgte 1987 der Arzt Wolfram Kuhnert. Er gliederte 1992 die Dialyse aus dem Waldkrankenhaus aus, führte sie fortan privat weiter. Ihren neuen Platz hatte sie dann im ehemaligen Kindergarten am Rosa-Luxemburg-Platz. Heute heißt der Platz An der Obermühle. Damals arbeiteten zehn Krankenschwestern, ein Techniker und eine Sekretärin bei 17 Behandlungsplätzen und rund 35 chronischen Dialysepatienten. Nach dem tragischen Unfalltod von Kuhnert 1999 und einer Übergangsphase mit wechselnder ärztlicher Besetzung übernahmen die Internisten und Nephrologen Frank Taupitz und Jörg Schletter Anfang 2002 die Dialyseeinrichtung.

"Durch den stetig wachsenden Bedarf an Dialysebehandlungen war es erforderlich, die Praxis im April 1998 mit der Gründung einer Zweigpraxis in Torgau mit 18 Behandlungsplätzen, später 26, zu erweitern. Zwischen 2002 und 2004 erfolgte dann eine Erweiterung in Bad Düben von 17 auf 21", erzählt Schletter. Zwischen 2003 und 2005 schufen die Praxisinhaber zusätzlich in den Kreiskrankenhäusern Delitzsch und Eilenburg sowie in Oschatz und Torgau die Möglichkeit zur Durchführung von Blutreinigungsverfahren. "Das war einfach notwendig geworden, weil sich die Zahl der Dialysepatienten erhöhte."

Aufgrund der weiteren Zunahme an Patienten entschieden sich die beiden Ärzte, in einen modernen Neubau in der Bitterfelder Straße zu investieren. Im Dezember 2009 erfolgte die Inbetriebnahme mit 30 Behandlungsplätzen, ausgestattet mit moderner Medizintechnik, sodass eine weitere deutliche Verbesserung der Betreuung von Patienten mit chronischem Nierenversagen möglich wurde.

Die Dialysebehandlungen erfolgen heute an sechs Tagen in der Woche im Schichtbetrieb. Allein in Bad Düben werden jährlich über 10 000 Blutreinigungsverfahren durchgeführt. "Pro Quartal behandeln wir in unseren internistischen Praxen in Bad Düben und Torgau neben den chronischen Dialysepatienten etwa 1000 Patienten. Zudem bieten wir eine große Vielfalt an Diagnostik an, wie EKG, Belastungs-EKG, Langzeit-EKG, Langzeit-Blutdruckmessung, Herzecho, Ultraschalluntersuchungen des Bauches und der Schilddrüse sowie Laboruntersuchungen", zählt Schletter auf.

Eine, die von Anfang an dabei ist, ist Cornelia Kauley. Sie begann 1977 als Dialyseschwester im Waldkrankenhaus. "Heute und damals kann man nicht mehr miteinander vergleichen. Den Patienten geht es heute nach den Behandlungen deutlich besser, weil es viele Nebenwirkungen durch die moderne Technik gar nicht mehr gibt", so die Mitarbeiterin.

Mit dem 40-jährigen Jubiläum wollen Jörg Schletter und Frank Taupitz die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisieren, denn das Weiterleben aller Dialysepatienten kann nur gewährleistet werden, wenn es die entsprechenden Behandlungen gibt. Dabei spielt auch die Organspende nach dem Tod eine wichtige Rolle. Denn ein Großteil der Patienten kann bei einer Nierenspende wieder ohne Dialyse leben. Ein Organspenderausweis sollte deswegen jeder bei sich tragen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.10.2013

Steffen Brost

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