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Bad Düben 400 Kilometer zu Fuß absolviert: Bad Dübens Stadtführer bricht 2015 alle Rekorde
Region Bad Düben 400 Kilometer zu Fuß absolviert: Bad Dübens Stadtführer bricht 2015 alle Rekorde
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00:28 07.01.2016
Bad Dübens Stadtführer Torsten Gaber, hier als Amtmann in historischer Robe. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Die letzte Führung im alten Jahr hat Torsten Gaber hinter sich gebracht. Insgesamt 73 Mal begleitete der zertifizierte Stadtführer im Jahr 2015 Gäste auf historischen Pfaden durch seine Heimatstadt Bad Düben. 1209 Besucher beteiligten sich an den Spaziergängen, die Gaber teils auch im historischen Gewand zurücklegte. Dabei kamen mehr als 400 Kilometer zu Fuß zusammen.

Gaber ist ein alter Hase in Sachen Stadtführungen. Seit 1999 führt der 46-Jährige immer am ersten und dritten Sonntag eines Monats die Gäste durch die Altstadt. Egal ob mit zwei oder 22 Teilnehmern, egal ob bei minus 10 oder plus 30 Grad. Ausgefallen ist seine Tour bislang nur einmal. Wegen Starkregens. Über die vergangenen Jahr haben sich die thematischen Führungen in Bad Düben zu einem Publikumsmagnet entwickelt. „Als ich 1999 anfing, hatte ich im Jahr gerade mal zwölf Führungen mit insgesamt 57 Teilnehmern, 2008 waren es schon 37 mit 482 Mitläufern und 2015 toppte alles“, bilanziert Gaber.

Im Angebot des Experten stehen neben den traditionellen Routen durch die Stadt auch Park- oder Kostümführungen, wo er als Amtmann unterwegs ist. Das merkte er auch im alten Jahr. „Viele wollen mich im Kostüm sehen. Gerade der Amtmann wird häufig bei Klassentreffen und Geburtstagen gebucht. Beliebt ist aber auch die klassische Altstadtführung. Die kann auch von Rollstuhlfahrern und Menschen mit Gehproblemen meist unproblematisch bewältigt werden. Wer besser zu Fuß ist, begibt sich erfahrungsgemäß auf die 90-minütige historische Tour. Und im Winter sind die Laternenführung immer der Renner“, erzählt Gaber.

Der Bad Dübener erlebt bei seinen Runden viel. Er hat wissensdurstige, aber auch schwierige Begleiter. Unterwegs werden auch persönliche Dinge ausgetauscht, Erlebnisse erzählt oder mal Tipps zur Gastronomie gegeben. Dabei kommt auch gelegentlich Gabers Vater Emil ins Spiel. Der wartet dann meist an der Bergschiffmühle mit einem Mühlentropfen auf die Gäste. „Bei unseren Führungen arbeite ich auch häufig mit Geschäftsleuten und Restaurants in der Altstadt zusammen. So gibt es auf Wunsch meiner Teilnehmer auch mal ein Stadtführermenü im ’Weltenbummler’ oder im Hotel National“, so Gaber.

Am Dankbarsten sind laut Gaber die Gäste der Reha-Klinik, da sie froh sind, dass etwas in der Kleinstadt geboten wird und sie diese kennenlernen können, in der sie vorübergehend „wohnen“. Am Schwierigsten sind dagegen Familienfeiern, bei denen ein Teil der jüngeren Gäste mitläuft, um Oma oder Opa einen Gefallen zu tun. „Bei unseren Touren fällt den meisten sofort auf, wie sauber Bad Düben ist. Auch aus meiner persönlichen Sicht hat sich die Sauberkeit in den vergangenen Jahren deutlich verbessert“, freut sich der Stadtführer auf die nächsten Touren im neuen Jahr.

Von Steffen Brost

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