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80-Jähriger leidet unter mysteriösem Steinewerfer

80-Jähriger leidet unter mysteriösem Steinewerfer


Laußig. Erst ein unbekannter Briefe-Schreiber, der im vorigen Jahr die Leute im Dorf anschwärzte und „das Phantom" genannt wurde, jetzt ein unbekannter Steinewerfer, der einen 80-Jährigen regelmäßig in Angst und Schrecken versetzt.

. Die Gemeinde Laußig kommt nicht zur Ruhe. Seit Mitte Dezember hat es der bislang unbekannte Mann auf eine Wohnung in der Leipziger Straße abgesehen. Eine Überwachungskamera soll den Täter jetzt identifizieren.

Rentner Siegfried Leipelt versteht die Welt nicht mehr. Seit 1994 lebt er in Laußig, führt ein ruhiges, bescheidenes Leben. Sein bester Freund: Wellensittich Otto. Sein schlimmster Feind? Den gibt es nicht. Siegfried Leipelt liegt mit niemandem im Streit, wie er erzählt. Er wolle einfach sein Leben so weiterführen, wie bisher. Und jetzt das.

Seit Mitte Dezember wird der 80-Jährige regelmäßig attackiert. Immer früh morgens, so gegen fünf Uhr, mal etwas früher, mal etwas später, klirren plötzlich die Fensterscheiben in seinem Wohnzimmer. Der Rentner hat dort sein Bett stehen mit direktem Blick auf den Fernseher. „Ich schrecke mittlerweile schweißgebadet hoch", erzählt er und verlässt das Wohnzimmer. Wenige Minuten später kommt er mit einem Kalender in der Hand zurück. Auf den losen Blättern hat der Mann sorgfältig aufgelistet, wann der Steinewerfer bisher immer zugeschlagen hat. Hier ein Auszug: Im Februar waren achtmal Steine geflogen, im März fünfmal und in diesem Monat ebenfalls fünfmal. Es seien Schottersteine, vermutlich aus dem Gleisbett der naheliegenden Schienen entnommen. Außerdem hat der Unbekannte auch schon seine Satellitenantenne verbogen. „Ich habe mittlerweile die vierte Scheibe drin", sagt er und schiebt die Gardine zur Seite. Und auch die ist kaputt. Der letzte Steinwurf sei über Ostern erfolgt.

Siegfried Leipelt hat sich bereits selbst auf die Lauer gelegt und dabei einen Fahrradfahrer beobachtet, der im Vorbeifahren die Steine geschmissen hat. Den Mann habe er nicht erkennen können. „Er trug eine Mütze und es war dunkel gewesen." Jetzt hat er sich in einem Eilenburger Fachmarkt eine Überwachungskamera für 300 Euro besorgt. Die soll den Steinewerfer identifizieren. „Ich bin jedes Mal sehr aufgeregt. Wenn das nicht aufhört, muss ich wegziehen."

Doch so weit soll es nicht kommen.Der Rentner hat mittlerweile Unterstützung gefunden. Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) und die Laußiger Wohnstätten GmbH stehen ihm beratend zur Seite. Wie Schneider am Freitag sagte, sei die Polizei eingeschaltet worden. Die Laußiger Wohnstätten GmbH, die die Parterre-Wohnung an den Rentner vermietet hat, erstattete Anzeige gegen unbekannt. Ihr ist bereits ein Schaden von mehreren Hundert Euro entstanden. Und aus dem Polizeirevier in Eilenburg hieß es am Freitag auf Nachfrage zum Fall: Man werde sich mit dem Betroffenen im Verbindung setzen.

Neben der Wohnung des Rentners ist auch noch eine Garage etwas weiter entfernt in den Fokus geraten. Dort fliegen zwar keine Steine durch das Fenster, doch ein Unbekannter, vermutlich der selbe Täter, legt die gleiche Art von Steinen auf einen Haufen vor das Tor. „Das ist alles ziemlich mysteriös", sagt Bürgermeister Schneider. Er hofft, dass mit dem Gang in die Öffentlichkeit das Steinewerfen aufhört. „Beim Phantom hat das auch geklappt. Da ist seit der Schilderung des Falls in der LVZ Ruhe."

Nico Fliegner

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