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Ab Juli können Paddler in Bad Düben bequem anlegen

Mulde Ab Juli können Paddler in Bad Düben bequem anlegen

Trotz der frostigen Temperaturen laufen die Arbeiten am neuen Bootsanleger am Muldeufer planmäßig. Wenige Meter stromaufwärts der Muldebrücke legen die Bauarbeiter der Bad Dübener Bau- und Haustechnik zur Zeit die Eisenbewährung aus. Die wird später mit Beton verfüllt und darauf kommt das Treppensystem.

Ab Juli können Paddler in der Nähe der Muldebrücke anlegen.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Trotz der frostigen Temperaturen laufen die Arbeiten am neuen Bootsanleger am Muldeufer planmäßig. Wenige Meter stromaufwärts der Muldebrücke legen die Bauarbeiter der Bad Dübener Bau- und Haustechnik zur Zeit die Eisenbewährung aus. Die wird später mit Beton verfüllt und darauf kommt das Treppensystem. Über 20 Stufen sollen dann von der Böschung in die Mulde führen und Paddlern wie Schlauchbootfahrern gefahrloses und geordnetes Anlegen sowie Ein- und Aussteigen ermöglichen. Die angekündigten Schneefälle sollen sich nicht auf die Bauarbeiten auswirken. Betonieren ist um die null Grad kein Problem, sagten die Bauarbeiter.

Der Bootsanleger soll bis zum Saisonstart Mitte Juli fertig sein. Dann sollen Bootsfahrer direkt in der Kurstadt ankern können. Aufgrund Naturschutzbestimmungen darf die Mulde zwischen Eilenburg und Bad Düben jedoch nur zwischen Juli und Oktober befahren werden. Dagegen ist das Befahren der Mulde von Bad Düben in Richtung Pouch ganzjährig möglich. Der Bootsanleger Bad Düben, der damit ab der nächsten Saison genutzt werden kann, spielt eine wichtige Rolle im Wassertourismus auf der Mulde. Er ist zugleich ein wichtiger Bestandteil des Kurortentwicklungskonzeptes. Die reinen Baukosten belaufen sich auf rund 90 000 Euro, die zu 80 Prozent gefördert werden.

Das Vorhaben überhaupt in Gang zu bekommen, war lange Zeit schwierig. Zunächst bestehende Pläne, die Maßnahme in finanzieller Hinsicht gemeinsam mit Eilenburg anzugehen scheiterten. Und obwohl die Planungen in der Kurstadt lange Zeit vorausschienen, war Eilenburg letztlich doch schneller. Seit Juli ist der neue Anleger in Betrieb.

In Bad Düben waren mehrere Varianten im Gespräch. Neben einer Treppenanlage aus Beton waren dies ein Schwimmsteg und ein Stufenanleger mit einer Rampe. Beide fielen aber durchs Raster. Der Schwimmsteg erwies sich als ungeeignet, weil er Hochwasserlagen nicht standhalten könnte. Bei Eisgang wäre gar der Rückbau erforderlich. Ähnlich sah es beim Stufenanleger aus. Dazu hätte eine Rampe schräg am Ufer in Richtung Mulde gebaut werden müssen – zu teuer.

Von Steffen Brost

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