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Bad Düben Abrissbirne für das "Hexenhaus"
Region Bad Düben Abrissbirne für das "Hexenhaus"
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20:00 24.08.2010
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. Denn das landläufig als „Hexenhaus" bezeichnete Objekt in der Sandstraße in Bad Düben zieht zunehmend den Zorn der Bürger auf sich. Seit Jahren steht es leer und ist in einem verwahrlosten Zustand. Und die einzigen, die daran knabbern, sind Ratten und anderes Ungeziefer.Doch jetzt scheint Bewegung in das „Hexenhaus" zu kommen.

Denn insbesondere die unmittelbare Nachbarschaft machte in den vergangenen Wochen wiederholt Druck, wandte sich mit Schreiben an die Stadtverwaltung und Stadtrat Eckehard Tulaszewski (FDP). Schließlich müsse der noch aus seiner Zeit als Bürgermeister am besten um das leidige Thema Bescheid wissen.

Seit Ende Juni wechselt nun Post zwischen einem der Mieter des Nachbarwohnhauses in der Sandstraße 3, der Stadtverwaltung, dem Alt-Bürgermeister und dem Landratsamt. Der Bewohner klagt über den maroden Zustand des Hauses, spricht von einem „Hort von zwielichtigen Personen", die dort ein- und ausgehen, und allerlei Getier wie Mäuse, Ratten, Marder und herrenlose, wilde Katzen, die offenbar ein neues Zuhause gefunden haben. Wer will aber schon Grundstück an Grundstück mit solchen Nachbarn leben? Und überhaupt: Warum kommt der Eigentümer nicht seinen Pflichten nach und sorgt für Ordnung?

Wenn es so einfach wäre. „Das Haus gehört einer Erbengemeinschaft. Und die kann sich nicht einigen", will Tulaszewski erfahren haben. Es habe Unstimmigkeiten gegeben. Deshalb kam nichts voran in Sachen Grundstück. Doch Tulaszewski kann nunmehr eine frohe Botschaft verkünden, nachdem er sich Ende Juli mit einem Brief zur Problematik an das Landratsamt Nordsachsen wandte und darin um „dringende Klärung" im Sinne der Mieter und der Eigentümerin des Wohnhauses in der Sandstraße 3 bat, der Wohnungsbaugesellschaft Dübener Heide.

„Laut Landratsamt konnte mittlerweile eine Einigung innerhalb der Erbengemeinschaft erzielt werden", so der Altbürgermeister weiter. „Das Landratsamt hat gute Arbeit geleistet. 14 Anspruchsberechtigte unter einen Hut zu bringen, ist eine tolle Leistung", sagte Tulaszewski, der am 10. August Antwortpost bekam. Im Juli sei bereits ein Verkehrswertgutachten für das Objekt sowie ein Kaufvertragsentwurf erstellt worden. Vorgesehen ist offenbar, das Grundstück zu veräußern und das marode Haus abzureißen. Sobald der Vertrag unter Dach und Fach und der Kaufpreis geflossen ist, sei der neue Eigentümer verpflichtet, für Ordnung zu sorgen, teilte das Landratsamt dem Stadtrat mit. Wer allerdings neuer Eigentümer sein wird, ist offen. „Jetzt wird es noch mal interessant, wer der Käufer wird", sagt Tulaszewski. Ambitionen hatte zuletzt die Wohnungsbaugesellschaft, die bereits 2008 einen Antrag auf Erwerb stellte.

Nico Fliegner

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