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Bad Düben Abwasser: Laußig, Pristäblich und Gruna sitzen in einem Boot
Region Bad Düben Abwasser: Laußig, Pristäblich und Gruna sitzen in einem Boot
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10:00 16.07.2010
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. Wie es dazu kam, versucht Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) in diesen Tagen auf Einwohnerversammlungen zu erklären. Auftakt war am Mittwochabend in Gruna.

Die Zahlen sprechen für sich: Wer über eine Hauskläranlage sein Abwasser entsorgt, zahlte bislang eine Teilgebühr in Höhe von 72 Cent pro Kubikmeter. Die ist um 54 Cent in die Höhe geklettert – 1,26 Euro sind jetzt fällig. Die Vollgebühr, also jene, die zu zahlen ist, wenn übers öffentliche Netz entsorgt wird, stieg von 2,86 auf 4,06 Euro an – das sind 42 Prozent mehr. Und dann gibt es noch die umstrittene Regenwassergebühr, die zu zahlen ist, wenn der Niederschlag nicht auf dem eigenen Grundstück versickert, sondern in die öffentlichen Kanäle läuft. Hier sind 58 Cent pro Quadratmeter Fläche zu berappen.

„Das ist ein Thema, das nicht leicht verdaulich ist", sagte Schneider. Die Gemeinde musste nachkalkulieren und neu kalkulieren, wobei entstandene Unterdeckungen aus Vorjahren nicht auf die Bürger umgelegt werden, sondern letztlich aus dem Steuerhaushalt der Gemeinde beglichen werden, so der Bürgermeister. Damit es künftig aber zu keinen Unterdeckungen mehr kommt – die Bürger der drei Ortschaften mussten in den vergangenen Jahren keine einzige Gebührenerhöhung in Kauf nehmen – mussten die Zahlen jetzt angepasst werden.

Insbesondere die Niederschlagsgebühr sorgt für heftige Kritik. Für das Regenwasser auch noch zahlen – das ist den meisten Bürgern zu viel des Guten. Doch nicht Schneider oder seine Leute in der Verwaltung haben das erfunden, sondern der Gesetzgeber. Die Gemeinde dürfe es lediglich ausführen. Der Bürgermeister warnte in diesem Zusammenhang, falsche Angaben bei versiegelten Flächen und Brunnen zu machen, weil stichprobenartig kontrolliert würde. „Sie tun sich damit keinen Gefallen", so Schneider. Wer einen Brunnen für Brauchwasser nutzt, sollte ihn angeben. Ebenso der Außenwasserhahn am Haus, der vielleicht zur Gartenberegnung im Einsatz ist. Hier könnten die Bürger sogar sparen, wenn sie eine zweite Wasseruhr installierten, weil dann nur der Wasser- und nicht der Abwasserverbrauch berechnet werde. „Jeder zahlt wirklich nur das, was er tatsächlich verbraucht. Laußig, Gruna und Pristäblich sitzen da in einem Boot", so Schneider weiter. Sollte sich ein Haushalt bei der Erhebung versiegelter Flächen nicht gemeldet haben, werde das Grundstück pauschal mit 60 Prozent angerechnet. „Die Bürger sollten deshalb die tatsächlichen Verhältnisse melden", appellierte er.

Nico Fliegner

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