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Abwasser-Zweckverband will bis zu 25 Prozent Energiekosten sparen

Abwasser-Zweckverband will bis zu 25 Prozent Energiekosten sparen

Der Zweckverband Abwassergruppe Dübener Heide (ZAWDH) hat in den vergangenen zwei Jahren die Anlagen auf dem Klärwerksgelände Altenhof im großen Umfang modernisiert.

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Verbandsvertreter beim Rundgang über das Klärwerksgelände.

Quelle: Nico Fliegner

Bad Düben. Dabei ist die Technik in den Belebungsbecken erneuert sowie ein computergestütztes Betriebssystem an den Start gebracht worden. Auf einem Rundgang erläuterten Verbandsgeschäftsführerin Bärbel Deutrich und Thomas Bauer, technischer Leiter, die Neuerungen und welche Bedeutung sie haben.

Das Abwasser brodelt, auch wenn es nicht kocht. Es dreht sich im Kreis, Blasen bilden sich an der Oberfläche des Belebungsbeckens. Je mehr man sich diesem nähert, desto mehr nimmt man den unangenehmen Geruch wahr: Abwasser eben, was da schwimmt und mehrere Prozesse durchläuft, bis nur noch ein schlammartiges Gemisch übrig bleibt.

Die Sauerstoffzufuhr funktioniert offensichtlich reibungslos - und besser als zuvor. Denn der ZAWDH hat investiert, mehr als 250.000 Euro werden es letztlich sein für die Erneuerung der Anlagen. Thomas Bauer kommt aus dem Erklären gar nicht heraus, als er die Verbandsmitglieder, darunter Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG), zugleich Verbandsvorsitzende, sowie ihre Kollegen, Laußigs Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) und Zschepplins Bürgermeisterin Roswitha Berkes (parteilos), über das weitläufige Gelände führt. "Um sparen zu können, muss man erstmal Geld in die Hand nehmen", sagt er. Denn sparen will der ZAWDH enorm viel - vor allem Energiekosten. "50 Prozent unseres Energiebedarfs liegt bei der Belüftung der Becken", erklärt Bauer. Etwa 1,5 Millionen Kilowattstunden verbraucht der Verband im Jahr. Jetzt habe man dank neuer Technik ein Gebläse einsparen und Prozesse optimieren können. Bis zu 25 Prozent Strom könnten nunmehr eingespart werden.

Auch im Verwaltungsgebäude selbst gibt es technische Neuerungen. Auf einem Computerbildschirm hat Thomas Bauer die gesamte Kläranlage mit ihren technischen Details in der Übersicht. Ein Klick genügt und er kann sofort alle Daten abrufen und gegebenenfalls auch Fehler feststellen. In Zukunft sollen alle 30 Pumpwerke und das Rückhaltebecken im Körbitzweg via Funk angeschlossen werden. Das erspart vor allem Wege und damit Zeit. Und an Wochenenden kann der Diensthabende bei Unregelmäßigkeiten vom heimischen Rechner aus handeln. Angedacht ist zudem, frei werdende Energie sinnvoll einzusetzen. Dazu soll mit der Restwärme der Abwässer das Verwaltungsgebäude beheizt und dadurch Kosten für teures Öl weitgehend vermieden werden.

Die Verbandsmitglieder waren überrascht, was technisch mittlerweile alles möglich ist und lobten das Know-how. Investitionen in die Zukunft also. Denn immerhin ist der ZAWDH seit über 20 Jahren eine feste Größe im ländlichen Raum rund um Bad Düben. Über 11.750 Einwohner sind an die Kläranlage der Kurstadt angeschlossen, bis zu 19.000 können es sein. Die Gesamtkanalisation hat eine Länge von 135 Kilometern.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.05.2013

Nico Fliegner

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