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Bad Düben Abwasser in Laußig wird ab Januar teurer
Region Bad Düben Abwasser in Laußig wird ab Januar teurer
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15:28 20.12.2016
Blick auf die alte Kläranlage in Laußig. Sie hat ausgedient. Quelle: Nico Fliegner
Laußig

Ab Januar 2017 müssen die Bürger der Laußiger Ortsteile Laußig, Pristäblich und Gruna für die Abwasserentsorgung tiefer in die Tasche greifen. Statt wie bisher 4,06 Euro werden dann 4,23 Euro je Kubikmeter fällig. Das ist das wichtigste Ergebnis einer 70 Seiten umfassenden Gebührenkalkulation, die Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) in seiner Funktion als Abwasserchef in der Dezembersitzung des Gemeinderates vorstellte.

Neue Kanäle

Laußig, das in diesen drei Ortsteilen die Abwasserentsorgung in eigener Regie vornimmt, erhebt keine Abwasserbeiträge. „Das heißt aber auch“, so der Bürgermeister, „dass die Investitionen sowie die laufenden Betriebskosten zu 100 Prozent über die Gebühren bezahlt werden müssen.“

Diese sind in den drei Ortsteilen nicht unbeträchtlich. So hat die Gemeinde allein in diesem Jahr bereits knapp eine Million Euro in die Überleitung des Abwassers nach Bad Düben sowie in die drei Pumpstationen Gruna, Laußig und Pristäblich investiert. Doch nun müssen noch, um die Richtlinien der EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen, bis 2018 alle Kanäle in Laußig erneuert werden, in Gruna und Pristäblich sind zudem punktuell Sanierungsarbeiten an den Kanälen erforderlich. Welches Ausmaß die Investitionen annehmen, verdeutlichte Lothar Schneider so: „Das Anlagevermögen springt damit von 2,8 auf 6,3 Millionen Euro.“

Bürger nicht bestrafen

Etliche Faktoren würden dafür sorgen, dass die Gebühren trotz der millionenschweren Investitionen nicht stärker steigen. So profitieren die Bürger in den drei Ortsteilen davon, dass einige Kanäle auch hochwasserbedingt erneuert werden mussten. Die dafür gezahlten Gelder wirken sich ebenso auf die Gebühren mindernd aus wie die 90-prozentige Förderung aus dem Programm Brachflächenrevitalisierung beim Rückbau der alten Kläranlage. Letztere würde zudem, obwohl noch nicht komplett abgeschrieben, aus der Kalkulation genommen. „Hier wollen wir die Bürger nicht dafür bestrafen, dass die alte Kläranlage nicht mehr dem Stand der Technik entspricht“, so Schneider. Dass der zurückliegende Kalkulationszeitraum mit einer Kostendeckung von etwa 70 000 Euro enden wird, mindere die Gebühren für den jetzigen dreijährigen Kalkulationszeitrum zusätzlich. In Sinne der Gebührenzahler sei zudem auch die Entscheidung gefallen, mit 3,8 Prozent die für Laußig geringst mögliche Eigenkapitalverzinsung zu wählen.

Regenwassergebühr sinkt

Die Niederschlagsgebühr, die pro Jahr und Quadratmeter seit 2010 zu zahlen ist, sinkt ab 2017 übrigens von 58 auf 50 Cent. Das liegt aber nicht daran, dass in diesem Bereich die Kosten sinken. Dass man hier „einigen Nachholebedarf“ habe, war die diplomatische Umschreibung von Lothar Schneider für die Tatsache, dass es bis heute noch etliche Laußiger gibt, die Flächen nicht oder nur teilweise gemeldet haben und dementsprechend nicht oder nur teilweise zahlen. Hier will die Kommune jetzt konsequenter sein.

Von Ilka Fischer

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