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Ärger in Laußig: Landratsamt hat Schwarzbauten im Visier

An der Mühle Ärger in Laußig: Landratsamt hat Schwarzbauten im Visier

In Laußig gibt es Ärger wegen Schwarzbauten. Dort sind Gebäude nach den Fluten 2002 und 2013 nicht nur baulich verändert, sondern einige Wochenendhäuser auch ohne Genehmigung zum dauerhaften Wohnen umgenutzt worden. Jetzt droht einem Eigentümer der Abriss.

Einige Wochenendhäuser „An der Mühle“ in Laußig wurden ohne Baugenehmigung zum dauerhaften Wohnen umgenutzt und zum Teil massiv vergrößert. Die untere Bauaufsichtsbehörde prüft zurzeit jeden Einzelfall.

Quelle: Steffen Brost

Laußig. Einigen Bewohnern „An der Mühle“ in Laußig droht Ungemach. Denn die Bauordnungsbehörde des Landratsamtes Nordsachsen ermittelt wegen illegaler Bebauung. Rausgekommen ist die ganze Sache, als ein Grundstückseigentümer eine Genehmigung für ein Gebäude in dieser Siedlung benötigte, um einen Kredit bei der Bank zu bekommen. Bei einem Vor-Ort-Termin der Behörde wurden die Verantwortlichen dann auf andere Gebäude, die mutmaßlich ohne Baugenehmigung entstanden sind, aufmerksam. Das brachte den Stein ins Rollen. Jetzt droht mindestens einem Eigentümer der Rückbau oder Teilabriss seines bereits fertigen und in Nutzung befindlichen Wohnhauses.

Bebauung im Außenbereich

Die Bebauung „An der Mühle“ liegt im Außenbereich der Gemeinde Laußig ist zu DDR-Zeiten als Erholungsgebiet errichtet worden. Damals wurden Baugenehmigungen für Bungalows zur Wochenendnutzung und für Gartenlauben erteilt. Auf diese Weise ist eine Splittersiedlung entstanden. „In den Jahren 2002 und 2013 waren die Grundstücke zum Teil erheblich vom Muldehochwasser betroffen“, sagt Rayk Bergner, Sprecher des Landratsamtes. In den Jahren nach der Wende und insbesondere nach den Naturkatastrophen seien die Gebäude nicht nur baulich verändert, sondern einige Wochenendhäuser auch ohne Genehmigung zum dauerhaften Wohnen umgenutzt worden. „Die untere Bauaufsichtsbehörde prüft zurzeit jeden Einzelfall. Zu den laufenden Verfahren können wir uns nicht äußern“, so Bergner.

Beschluss gefasst

Der Laußiger Gemeinderat hat indes einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst. In einer ersten Anhörung wurde offenbar, dass für eine Wohnbebauung große Hürden zu nehmen sind, darunter landesplanerische Ziele und die Lage im Vogel- und im Landschaftsschutzgebiet. Hinzu kommen ungeklärte Fragen bezüglich des Hochwasserschutzes und der Erschließung. Auch hier läuft das Verfahren noch.

„Eine Lösung muss die öffentlich-rechtlichen Belange und die Interessen der Grundstückseigentümer zusammenführen. Da aber Ziele der Raumordnung nicht abwägbar sind, wird eine Dauerwohnnutzung nicht möglich sein“, macht das Landratsamt wenig Hoffnung. Die Gemeinde favorisiere die dauerhafte Sicherung des Standorts als Wochenendhausgebiet. In den Festsetzungen könnten aber Bedingungen für die maximale Größe der Wochenendhäuser, die Bebauung der Grundstücke mit Garagen und Stellplätzen sowie Nebenanlagen geregelt werden.

Nachträglich genehmigen

So wäre es laut Landratsamt auf der Grundlage eines Bebauungsplanes möglich, vorhandene und nicht genehmigte Erweiterungen der Wochenendhäuser nachträglich zu genehmigen. Wie Lauígs Bürgermeister Lothar Schneider (parteilos) sagte, arbeiten die Gemeinde und das Landratsamt jetzt in dieser Sache eng zusammen. „Wir müssen abklären, was raumordnerisch zulässig ist. Doch die Sache wird problematisch, weil schon allein die Anhörung der Träger öffentlicher Belange ergeben hat, dass eine dauerhafte Wohnnutzung nicht möglich sein wird“, so Schneider.

Die betroffenen Grundstücksbesitzer wollten sich aktuell nicht zu dem laufenden Verfahren äußern.

Von Steffen Brost

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