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Aktive Senioren Laußig - weitaus mehr als nur ein Kaffeekränzchen

Aktive Senioren Laußig - weitaus mehr als nur ein Kaffeekränzchen

Laußig. Die Vereine Aktive Senioren Laußig und Dübener Heide machen gemeinsame Sache. Gestern beräumten die Laußiger eine wilde Müllkippe in einem Waldstück.

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Die Senioren um Bernhard Quaaßdorf (rechts) beim Wald-Einsatz.

Quelle: Nico Fliegner

Ein Beispiel, dem weitere folgen sollen. "Engagement 2020" heißt das ganze wiederum beim Verein Dübener Heide - und der will verstärkt Ehrenamtliche wie die Laußiger gewinnen.

Handschuhe, Müllgreifer und Plastiktüten sind gut verstaut, die Fahrräder startklar. Bernhard Quaaßdorf, Vorsitzender der Aktiven Senioren Laußig, und eine Handvoll weiterer Mitstreiter sowie Axel Mitzka, Vorsitzender des Heidevereins, machen sich auf den Weg in die Natur. Genauer gesagt in ein Waldstück zwischen Laußig und Görschlitz, das die Senioren gern für Radtouren nutzen. Doch an einer Stelle, umgeben von Birken, ist eine wilde Müllkippe gewachsen: Flaschen, Pizza-Kartons und anderer Unrat säumt den Wegesrand - "das gehört nicht in den Wald", sagt Annelies Quaaßdorf und greift beherzt zu. Die Rentner sind sich einig: "Unsere Wälder müssen sauber bleiben", betont Horst Schmidt. Und seine Frau Karin ergänzt: "Wer nicht im Wald ist, sieht nicht, was hier los ist."

Die Rentner, allesamt fit und gut gelaunt, wollen ihre Heimat schützen und erhalten, weil sie sich gern in den Wäldern aufhalten. Deshalb musste Axel Mitzka vom Heideverein nicht lange bitten. "Wir suchen Leute wie die Laußiger Senioren, die sich für ihre Heimatregion engagieren", erzählt er. "Aktive Senioren sind eben nicht nur Menschen, die gern ein Kaffeekränzchen machen, sondern anderweitig vielfältig tätig sind." Mitzka gefällt so ein Engagement. Und er möchte in Zukunft mehr solcher Menschen an den eigenen Verein binden. Sie könnten bestimmte Heide-Gebiete betreuen, sich um Artenschutz kümmern, Naturdenkmäler wie Luther- und Teufelsstein pflegen oder sich für ihr Heimatdorf stark machen. Von Leipzigern gebe es bereits einen solchen Zuspruch. Das sind Leute, die einerseits den Naturpark erleben, andererseits sich aber auch einbringen wollen, vor allem im Biberschutz-Bereich. "In zehn Jahren haben wir vielleicht eine eigene Ortsgruppe in Leipzig, wer weiß?", sagt Mitzka.

Die Gedanken, die ihn umtreiben, haben dabei einen ernsten Hintergrund. Wie in vielen Vereinen sind auch die Mitglieder des Naturparkträgervereins in die Jahre gekommen, es fehlt an Leuten mittleren Alters, um die Strukturen perspektivisch aufrecht zu erhalten. Das Projekt "Engagement 2020" sieht Mitzka als Chance, den Verein Dübener Heide, der sich von der Heimatpflege, Umweltschutz, sanften Tourismus bis hin zur Regionalentwicklung vielfältig einbringt, neu aufzustellen. "Bürgerschaftliches Engagement wird immer wichtiger", weiß er und ist froh, im Laußiger Partnerverein die ersten Mitstreiter gefunden zu haben. Und die verfolgen weitere Pläne, wollen zum Beispiel eine öffentliche Blühwiese im Dorf anlegen und pflegen und sich für mehr Sitzbänke auf dem Radweg Richtung Bad Düben stark machen.

iWollen auch Sie sich für die Dübener Heide oder ihren Heimatort engagieren? Dann informieren Sie sich beim Verein Dübener Heide unter Telefon 034243/72993. Dort erfahren Sie, wie das am besten möglich ist.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.04.2014
Von Nico Fliegner

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