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Bad Düben Alles nur Übung: Reifenlager und Schweinemastanlage brennen
Region Bad Düben Alles nur Übung: Reifenlager und Schweinemastanlage brennen
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20:10 07.09.2014
Mit der Drehleiter suchen die Kameraden nach Glutnestern auf dem Dach des qualmenden Reifenlagers auf dem Gelände der Bundespolizeiabteilung Bad Düben. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Denn das Wochenende hatte es in sich. Gleich zweimal rückten die insgesamt 44 Kameraden zu simulierten Brandeinsätzen aus. Dazu kam noch stundenlanges Auffrischen der Kenntnisse an Fahrzeug und Feuerwehrtechnik.

Das Übungswochenende ist seit vielen Jahren fester Bestandteil des Jahresplanes der Kameraden. Die Schulung gab es schon vor der Wende. "Jedes Jahr im September organisieren wir solche Szenarien unter realistischen Bedingungen", sagte Stadtwehrleiter Matthias Eichler. Er und seine Mitstreiter tüftelten auch die beiden Einsatzübungen am Sonnabend und Sonntag aus. "Solche Übungen sind wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Außerdem trainieren wir so das Zusammenspiel für den Ernstfall. Bei dieser Schulung werden das Wissen und Kenntnisse von A bis Z aufgefrischt und neu vermittelt", so der Wehrleiter weiter.

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Das erste Szenario ging am Sonnabendvormittag in der Schmiedeberger Straße über die Bühne. Auf dem Gelände der Bundespolizeiabteilung drang dicker Rauch aus dem Reifenlager am hinteren Ende der Liegenschaft. Außerdem brannte ein Fahrzeug. "Bis auf zwei Leute wusste von dieser Übung niemand. Alle sollten so lange wie möglich denken, es sei ein tatsächlicher Ernstfall. Das ist wichtig, damit jeder schnell reagiert", erklärte der erste Polizeihauptkommissar Hartmut Zimmer.

Gemeinsam mit dem Brandschutzbeauftragten, Polizeihauptmeister Dirk Langbrandner, wartete Zimmer am Reifenlager auf die Einsatzkräfte. Damit alles noch realistischer wirkt, wurden Rauchbomben gezündet. "Wichtig ist jetzt, das unsere Wache besonnen und schnell reagiert und die für solche Notfälle festgelegte Meldekette abarbeitet. Das bedeutet in einer bestimmten Reihenfolge die Einsatzkräfte informieren und Alarm auslösen", so Zimmer.

Es dauerte keine fünf Minuten, da stand das erste Einsatzfahrzeug an der Wache. Hier bekam die Einsatzleitung den Lageplan vom Gelände ausgehändigt und hatte freie Fahrt zum Brandherd. Erster vor Ort war Einsatzleiter Thilo Durrey. Er teilte die Rettungskräfte ein. Mittlerweile hatte sich die Drehleiter hinter dem Gebäude in Stellung gebracht; Kameraden schauten nach Glutnestern, während andere unter schwerem Atemschutz sich langsam durch das Gebäude tasteten. Koordiniert wurde alles im nagelneuen Einsatzleitwagen, in dem alle Fäden zusammenliefen. Zur Probe wurden Schlauchleitungen quer durch das Gelände bis zum Sportplatz verlegt. "Wir müssen solche Langstrecken auch mal ausprobieren, damit wir wissen, dass das auch im Ernstfall eine Möglichkeit ist, Wasser an die Brandstelle zu bekommen", so Durrey. Nach über einer Stunde war der Einsatz beendet und alle kehrten ins Gerätehaus zurück. Hier warteten noch mehrere Stunden Fahrzeug- und Gerätekunde auf die Feuerwehrleute.

Gestern folgte Übung Nummer zwei. Diesmal brannte es in der Schweinemastanlage in Wellaune. Am Nachmittag folgte eine Auswertung. "Es gab nur kleine Dinge, die angesprochen werden müssen. Im großen und ganzen lief alles glatt. Das Schulungswochenende war ein voller Erfolg. Allerdings hoffen wir, dass solche Ernstfälle nicht eintreten. Sollte doch einmal etwas passieren, sind wir gut vorbereitet", so Eichler.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.09.2014

Von Steffen Brost

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