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Alles rund um den Apfel

Alles rund um den Apfel

Kühle Temperaturen schickte Petrus hatte am Morgen des Nordsächsischen Erntefestes zur Erde. Der Tag begann für die meisten Händler und Selbstvermarkter schon recht zeitig.

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In Bad Düben fand am Wochenende das Nordsächsische Erntefest rund um das Heide Spa statt.

Quelle: Steffen Brost

Bad Düben. Bereits nachts um eins stand Bäcker Heiko Paetsch und sein Team in der Backstube und bereitete leckeres Holzofen- und Zwiebelbrot vor. "Das Brot haben wir vorgebacken.

Am Stand wird es nur nocheinmal bei 280 Grad in den mobilen Backofen geschoben und fertiggebacken", erklärte Steffen Werner. Hunderte kleine und große Besucher tummelten sich beim Nordsächsischen Erntefest am Sonnabend rund um das Heide Spa. Organisator Olav Scharr von der Kurbetriebsgesellschaft war zufrieden mit der Zahl der angereisten Händler und Besucher über den Tag. "Wir haben 25 Händler am Start. Meist Direktvermarkter mit eigener Produktion. Es ist alles vorhanden. Vom Hauslatsch bis zu selbstgemachten Wurst. Aber auch Pilzbestimmer und der Pomologe, der über jeden Apfel Bescheid weiß ist heute da", sagte Scharr. Seit 1998 wird das regionale Fest vom Wellnesszentrum in Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen und Gewerbetreibenden ausgerichtet. Und wird Jahr für Jahr immer mehr von den Bad Dübenern und seinen Gäste angenommen.

Das diesjährige Fest stand unter dem Motto "Alles rund um den Apfel". Doch die süße Frucht machte den Experten in diesem Jahr so einige Sorgen. Durch den langen und kalten Winter wurde die Ernte weit nach hinten verschoben. So das jetzt vielerorts erst die Apfelernte angelaufen ist. Das bekam Elise Konschak von der mobilen Mosterei zu spüren. Den ganzen Tag herrschte gähnende Leere am Stand. "Das schlechte Wetter in der Blüte ließ die Äpfel später reif werden als sonst. Wir machen aus den Äpfeln leckeren Saft. Für 50 Kilo brauchen wir dafür keine 15 Minuten. Der Saft ist die reinste Vitaminbombe und drei Monate haltbar. Da sind keine Zusatzstoffe drin nur der Apgel selbst. Am Ende bleibt der sogenannte Trester übrig. Und darüber freuen sich die Jäger, die damit das Wild füttern", erklärte die junge Frau. Der Experte in Sachen Apfel ist Ralph Frankenstein. Seines Zeichen Pomologe oder zu Deutsch Apfelbestimmer. Seit 2002 ist er im Dienste der rotbackigen Früchte bei Bauenmärkten und Erntefesten im Einsatz. "Die schlechte Ernte in diesem Jahr hat auch seine guten Seiten.

So kommen auch sehr seltene Apfelsorten wie der Cronels wieder ans Tageslicht", erklärte der Kenner. Die jüngsten Besucher zog es hauptsächlich an die Käfige des Bad Dübener Rassegeflügelzuchtvereins. Dessen Vorsitzende Benno Bumgarten gab den Neugierigen einen interessanten Einblick in das Hobby. "Wir wurden 1907 gegründet. Aktuell sind wir 15 Mitglieder und suchen händerringend Nachwuchs. Heute zeigen wir eine Auswahl an Hühnern, Enten und Tauben. Im Vordergrund unserer Arbeit steht die Erhaltung der Rassen", erzählte der Vereinschef. Und das sie eine gute Zuchtarbeit leisten beweisen zahlreiche Erfolge bei Rasseschauen. So wurden die Italiener schwarz-weiß-gescheckt Hühner von Züchter Herbert Hensel aus Görschlitz bereits mehrfach mit Siegerpokalen ausgezeichnet. Stammgast seit vielen Jahren ist auch der Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen mit seiner riesigen Kürbisshau. In diesem Jahr hatte Mitarbeiterin Heike Weidt 150 Exemplare mitgebracht und sie hübsch auf der großen Wiese aufgebaut. Und wer wollte konnte ihnen mit Filzstuften ein lustiges Gesicht verpassen. "Ich bin extra mit Enkelin Lara aus Krostitz nach Bad Düben gekommen, um leckere Äpfel von Dottermusch zu kaufen. Wir sind jedes Jahr beim Erntefest dabei. Da gibt es viele leckere und gesunde Sachen aus der Region", lobte eine Besucherin die Veranstaltung.

Steffen Brost

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