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Bad Düben Alte Ölmühle wird saniert
Region Bad Düben Alte Ölmühle wird saniert
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08:00 02.10.2011
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. Etwa 1,1 Millionen Euro wird das Vorhaben kosten und soll in den nächsten drei Jahren realisiert werden.

Für Katharina Scharr, die Vorsitzende des fast 70 Mitglieder zählenden Museumsdorfvereins, sind es gute Tage. Seit nunmehr elf Jahren setzen sich die Mitglieder für den Erhalt der alten Mühle ehrenamtlich ein, erledigten bereits viele Arbeiten auf dem idyllisch gelegenen, etwa 5000 Quadratmeter großen Gelände in Eigenleistung. Sie nahmen beispielsweise das alte Mühlrad wieder in Betrieb, sanierten das Mühlengebäude aufwendig und sicherten die Ölmühle und das Wohnhaus vor dem gänzlichen Verfall. Jetzt gilt es, letztere Objekte vollständig zu sanieren – eine neue, große Herausforderung, die sich Verein und Stadt als Eigentümerin gemeinsam stellen wollen. „Die Zeit hat ganz einfach gedrängt. Und ich bin froh, dass es jetzt voran geht", sagte Scharr.

Wie Bad Dübens Bürgermeisterin Astrid Münster (FWG) sagte, seien bereits die ersten bürokratischen Hürden genommen worden. Sie wurde bereits bei der Landesdirektion in Leipzig vorstellig, um Fördermitteldetails zu klären – mit Erfolg. „Wir wissen jetzt, wie wir das Projekt anpacken müssen", sagte die Stadtchefin.

Das Projekt hat die Aussicht auf eine 80-prozentige Förderung. Demnach müssen von den 1,1 Millionen Euro zuwendungsfähigen Kosten 212.000 Euro als Eigenmittel aufgebracht werden. Die Stadt hat bereits 70.000 Euro in den Haushalt eingestellt. Die übrigen Mittel will der Museumsdorfverein aufbringen. „Für uns sind das erhebliche Kosten", betonte Scharr. Doch der Verein habe Rücklagen gebildet. Zudem sollen Sponsoring-Gelder eingesetzt und weitere Drittmittel akquiriert werden. Projektträger wird die Stadt Bad Düben. Scharr und Münster wollen sich dann als Duo persönlich um das Vorhaben kümmern.

Spätestens 2014 soll die ehemalige Ölmühle und das Wohnhaus im neuen Glanz erstrahlen und mit Leben erfüllt werden. Geplant ist die Eröffnung von Schauwerkstätten. Dabei denken die Vereinsfreunde beispielsweise an die Einrichtung einer Müller-Wohnung, an eine Schmiede, Seifenmacherei und eine Schusterwerkstatt. Ebenso ist angedacht, eine große Schauküche, ein historisches Fotolabor und einen Böttcher einziehen zu lassen. Ebenso soll es Einblicke in das alte Korbmacher- und Buchdruckerhandwerk geben. Für letzteres hat der Verein Aussicht, den Nachbau einer alten Heidelberger Druckmaschine aus der ehemaligen Filmfabrik Wolfen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Sie soll noch in diesem Herbst nach Bad Düben umziehen.

Doch bis es so weit ist, wird die Sanierung der Gebäude die Hauptrolle spielen. Im Oktober wird die Stadt den Fördermittelantrag stellen. Ab 2012 soll es dann in Jahresscheiben losgehen.

Nico Fliegner

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