Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Bad Düben Alter NVA-Platz bei Gruna wird wieder Wald
Region Bad Düben Alter NVA-Platz bei Gruna wird wieder Wald
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 28.07.2017
Dieser Platz an der Staatsstraße 11 wurde zu DDR-Zeiten von der NVA als Brückenlagerplatz genutzt. Jetzt soll hier wieder Wald wachsen. Quelle: Ilka Fischer
Anzeige
Gruna

Sie wirkt wie ein Fremdkörper, die leere Fläche mitten im Wald. Wer die Eilenburg und Bad Düben verbindende Staatsstraße 11 befährt, dem ist die eingezäunte Brache sicher schon mal ins Auge gefallen. Die einst als Brückenlagerplatz der NVA dienende Fläche von etwa 90 mal 80 Metern gehört seit zwei Jahrzehnten Familie Huster. Ines Huster kennt die Problematik: „Hier war alles Jahrzehnte versiegelt, der Boden ist tot und muss sich nun langsam entwickeln.“

Ausgleichsfläche für Bauvorhaben

Sie freut sich, dass diese Fläche als Ausgleichsfläche für einen Radweg bei Röcknitz sowie für die im vergangenen Jahr gebaute 900 Meter lange Verlängerung des Radweges vom Eilenburger Gewerbegebiet Nord-Ost bis zur Einmündung der Straße nach Sprotta dienen soll.

Als Ausgleich für die damit versiegelten Flächen sind jedenfalls inzwischen 3800 Quadratmeter und damit etwas mehr als die Hälfte der Brache gänzlich von Beton befreit. Voraussichtlich im Herbst, so Nicole Wernicke vom zuständigen Landesamt für Straßenbau und Verkehr, werden die ersten Bäume gepflanzt. Die zweite, etwas kleinere Hälfte soll später ebenfalls als Ausgleichsfläche dienen. Ines Huster hofft, dass die Bäume dann langfristig eine Chance haben, ein Wald zu werden. „Jetzt hier gleich Eichen und Buchen zu pflanzen, das funktioniert einfach nicht“, sagt sie auch aus jahrelanger Erfahrung im Waldgeschäft. Kiefern und Lärchen könnten mit den Bedingungen aber klar kommen.

Sorge um Waldzustand

Generell macht ihr der Zustand des Waldes Sorgen. „Unsere einheimischen Baumarten kommen mit dem immer südlicheren Wetter und sehr wenig Niederschlägen nicht besonders gut klar.“ Insbesondere viele Kiefern hätten mit der Mistel, der vielen Sonne und in deren Folge mit dem Pilz Diplodia zu kämpfen. Auch rund um den Brückenlagerplatz zeigen bereits Kiefern die rötliche Färbung. „Das ist ein generelles Problem in der ganzen Dübener und Dahlener Heide“, so Huster.

Von Ilka Fischer

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Sieben Chöre und eine Kantorei geben sich am Sonnabend auf der Naturbühne Steinerkeite in Authausen ein musikalisches Stelldichein. Dort wird dann nicht nur ein alles überspannender Riesenfallschirm für ein tolles Ambiente sorgen.

25.07.2017

Die „Ehe für alle“ kann kommen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier unterzeichnete am vergangenen Freitag das entsprechende Gesetz. Die Standesämter von Delitzsch bis Oschatz fühlen sich für die ab Oktober möglichen Trauungen gerüstet.

27.07.2017

Der Termin steht: Am 14.September beginnt offiziell der 2,5 Millionen Euro teure Umbau des NaturSportBades im Bad Dübener Ortsteil Hammermühle. Es soll ökologisch und barrierefrei werden. Zudem sollen die Voraussetzungen für alters- und mulitkulturell übergreifende Camp-Angebote geschaffen werden.

27.07.2017
Anzeige