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Bad Düben Altes Stallgebäude am Zscheppliner Schloss wird Garage für Oldtimer
Region Bad Düben Altes Stallgebäude am Zscheppliner Schloss wird Garage für Oldtimer
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15:00 14.02.2017
Dieses Stallgebäude in der Alten Dübener Straße 19 in Zschepplin bekommt mit EU-Fördermitteln neues Leben eingehaucht. Quelle: Ilka Fischer
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Zschepplin

Für den seit Langem leerstehenden Stallbereich des Zscheppliner Schlosses zeichnet sich eine Lösung ab. Bürgermeisterin Roswitha Berkes (parteilos) bezeichnete den Antrag auf Umnutzung des Grundstücks Alte Dübener Straße 19 in Zschepplin jedenfalls auf der jüngsten Gemeinderatssitzung als „langgehegten Wunsch, der nun in Erfüllung gehen kann“.

Klärung der Eigentumsverhältnisse dauerte Jahre

Wie Antragsteller und Investor Uwe Weigelt gegenüber der LVZ sagte, hätten die komplizierten Eigentumsverhältnisse nun geklärt werden können. Er möchte das etwa 10 mal 40 Meter große Gebäude zu einer großen Garage und zu einer Wohnung mit Dachgauben und Dachterrasse umbauen. „Mit der Entscheidung, dass das Vorhaben Leader-Gelder erhält, hat das Projekt eine ganz wichtige weitere Hürde genommen“, freut sich der Zscheppliner. Er macht keinen Hehl daraus, dass es ohne die EU-Förderung wohl nicht möglich gewesen wäre, der Ruine, deren Dach seit Jahren den Namen nicht wirklich mehr verdient, neues Leben einzuhauchen.

Historische Fahrzeugsammlung soll gezeigt werden

Der im Bereich Spedition, Handel und Service breit aufgestellte Unternehmer will hier eine bereits bestehende historische Fahrzeugsammlung zusammenführen, diese öffentlich ausstellen, aber mit den Oldtimern auch handeln und diese vermieten. „Das Gebäude mit seinem historischen Gewölbe passt jedenfalls dazu.“ Auch dass es sich im Dorfkern befinde und zudem eine Wohnung entstehe, sei aus Sicherheitsaspekten nicht zu verachten.

Baubeginn für April angestrebt

Uwe Weigelt hat nun sechs Wochen Zeit, im Landratsamt alle notwendigen Unterlagen für den eigentlichen Fördermittelantrag einzureichen. Da müssten, so blickt er voraus, jetzt noch einmal ganz viele Papiere voll geschrieben werden, so werde zum Beispiel auch eine Ertragsvorschau verlangt. Parallel dazu werde an der Baugenehmigung gearbeitet. Große Probleme sieht er da nicht. Das Landratsamt habe ihm bereits bestätigt, dass die eingereichten Unterlagen vollständig sind, der Denkmalschutz habe ebenfalls grünes Licht signalisiert. Er hofft daher, dass er die Baugenehmigung spätestens mit der Bewilligung der Fördermittel in den Händen halte. „Wenn das so klappt, würden wir im April loslegen“, verspricht er. Allerdings will der Zscheppliner das Vorhaben, bei dem mit dem Dach angefangen werden soll, in Ruhe angehen. „Qualität geht vor Schnelligkeit“, so Weigelt, der für das Vorhaben mit einer Investitionssumme im höheren sechsstelligen Bereich und mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren rechnet.

Breite Unterstützung für das Vorhaben

Wie das Leader-Entscheidungsgremium unterstützt auch der Gemeinderat den Umbau uneingeschränkt. Die Räte gaben dem Antrag auf Umnutzung jedenfalls einstimmig grünes Licht. Unberührt von diesen Plänen ist das Vorhaben Alte Ziegelei, wo Uwe Weigelt eine Obstbaumschule plant. Auch an diesem Projekt ist der Zscheppliner seit Jahren dran.

Von Ilka Fischer

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