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Bad Düben Ampelchaos in Bad Düben: Autofahrer sehen Rot
Region Bad Düben Ampelchaos in Bad Düben: Autofahrer sehen Rot
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08:00 21.02.2017
Der Stau in der Neuhofstraße Bad Düben ist ein gewohntes Bild. Quelle: Steffen Brost
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Bad Düben

Die Stadt Bad Düben wird nach wie vor regelmäßig zur Staustadt. Auf der Neuhofstraße drängeln sich die Fahrzeuge insbesondere morgens in Richtung Leipzig, abends dann in die andere Richtung. Das Ärgerliche dabei: Hat man nach mehreren Ampelphasen die erste Kreuzung passiert, sieht man wenige Meter weiter schon wieder Rot. Gisbert Helbing, stellvertretender Bürgermeister und Vorsitzender der CDU-Fraktion, stört das seit Langem: „Es kann nicht sein, dass man hier auf nicht mal 500 Metern bei den drei Ampeln überhaupt nichts von einer grünen Welle spürt.“ Er könne zudem nicht wirklich nachvollziehen, dass gesagt werde, dass die grüne Welle immer nur in eine Richtung geschaltet werden kann. „Und wenn das schon so sein sollte, könnte man dann nicht wenigstens die grüne Welle früh in Richtung Leipzig und nachmittags dann entgegengesetzt schalten?“

Vor-Ort-Termin mit Experten

Immerhin, der Bad Dübener hat erreicht, dass er diese Fragen Ende 2016 bei einem Vor-Ort-Termin mit Vertretern des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) sowie der Straßenmeisterei stellen konnte. „Damals“, so Helbing, „ist uns auch eine nochmalige Zählung und Verkehrsprogrammierung versprochen worden.“

Lasuv-Pressesprecherin Isabel Siebert bestätigt das auf Nachfrage der LVZ, verweist zunächst aber darauf, dass bereits mehrfach Änderungen, „insbesondere der Schaltzeiten und bei der Nachtabschaltung“, vorgenommen wurden, was mit wenig Aufwand Verbesserungen gebracht hätte.

Termin für Verkehrszählung ungewiss

Die versprochene neue Verkehrserhebung sei aber nicht vergessen. Bei dem Termin bleibt sie aber „aus Kapazitätsgründen“ sehr vage: „Wir wollen die Untersuchungen dieses Jahr beginnen. Falls sich daraus dann ein Optimierungsbedarf ergeben sollte, werden die Ampelschaltungen geändert.“ Voraussetzung wäre allerdings noch die Prüfung und Anordnung durch die zuständige Verkehrsbehörde im Landratsamt.

Die optimale Lösung wird es für die Neuhofstraße aber vermutlich auch dann nicht geben. Isabel Siebert bringt das Dilemma so auf den Punkt: „Grüne Wellen funktionieren tatsächlich nur in einer Fahrtrichtung optimal“, gegebenenfalls könne aber, wie von Gisbert Helbing angeregt, eine Richtungsänderung am Morgen und Abend erfolgen.

Neuhofstraße und grüne Welle passen nicht wirklich zusammen

Wenn der Verkehr in beide Richtungen gleichzeitig optimal rollen soll, müssten unter anderem relativ gleiche Ampelabstände, gleichmäßige Ab- und Einbiegeströme und konstant gefahrene Geschwindigkeiten gegeben sein. „In Bad Düben“, so konstatiert sie, „sind leider insbesondere die Abbiegeströme stark unterschiedlich.“ Hinzu komme, dass an allen drei Kreuzungen Fußgängerquerungen eingerichtet wurden, die nur auf Anforderung mit Taster freigegeben werden. Doch gerade diese sorgen durchaus auch für Irritationen. Denn gerade Ortsunkundige, die die Straße in Höhe des Naturparkhauses überqueren wollen, übersehen den dortigen Taster, der sich am Ampelmast in ihrem Rücken befindet, schon mal. Auch diese Fußgängerquerung, so Isabel Siebert kurz und knapp dazu, sei selbstverständlich Teil des zu betrachtenden Gesamtpaketes.

Von Ilka Fischer

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